4'8 Igel.
sagten, daß sie von diesen verschiedenen Arten waren; bey-de Thiere glichen sich aber vollkommen in der Figur derSchnautze. Sie war spitzig, und endigte sich in einenschwarzen abgeründcten Knorpel; die Nase war dicker, alSder an sie angränzende Theil der Schnautze. Sie hatteganz und gar nicht die Bildung von einem Schweinrüssel,und unterschied sich sehr von einer Hundsnase, hauptsäch-lich darin, daß die Nase der Igel viel dicker war, als derTheil der Schnautze, mit welchem sie zusammen stieß, daßdie Oeffnungen der Nasenlöcher weiter von einander abstan-den, und die Aussenränder derselben hinten übergeschlagenund eingekerbt waren. Ueberdies reichte die Oberlippenicht, wie bey den Hunden, bis ganz unter die Nase. Esfehlte mehr als ei» halber Zoll daran, daß die Unterlippenicht so lang als die Nase war, welches dem untern Kinn-backen und der untern Seite der Schnautze gewisser Maßen«ine Aehnlichkeit mit dem Schweinrüssel gab, und die Dickeder Nase gab eine zweyte Aehnlichkeit zwischen beyden. Einwesentlicher Unterschied aber zwischen beyden zeigte sich dar-in, daß die Nase des Igels sich nicht, wie der Schweinrüs-sei, über den Theil der Schnautze, an welchen er reichte,erhob, daß sie nicht vorn platt war, und daß die Einschnit-te der Nasenlöcher nicht, wie bey den Schweinen, nachvorn hin gingen. Indessen war es deutlich, daß diese Igelmehr dem Schweine als dem Hunde, in der Figur derSchnautze glichen, und mehr dem Hunde als dem Schwei-ne, in Ansehung der Nase, wenn beyde besonders genom-men wurden. Man hat also diese Kennzeichen verschiede-nen einzelnen Thieren beygelegt, da sie doch in einerleyThieren vereint sich finden.
Die Stacheln, womit der Oberleib bewaffnet ist,sind scharf, und selten über i oder i-§ Z. lang; siestecken mit ihren schwärzlichen Wurzeln in der Hautfest, und sind unten bey der Wurzel porös. DieMitte der Stacheln ist bald weiß, bald schwarz oderbraun gestreift. Die weißen Spitzen davon sindschwärzlich gefleckt, und haben eine sehr weiche Haut,daß der Igel den ganz zusammen gezogenen und gerolb-ten Leib füglich bedecken und geräumig einhüllen kaun.Das Gesicht, der Unterleib und die Füße sind nicht
mit