Ignatius-Bohne. 433
welches vermittelst eines Hammers hinein getriebenwirb, von einander schlagen darf. Ihr Gewicht istgemeiniglich von i Quent, mehr oder weniger, nachdem sie groß ist.
Der Pater Georg Camelli erzählt Wunder vonder vielfachen Wirkung dieser Bohne bey den India-nern. Sie gebrauchen dieselbe ohne Unterschied, alsein Universal-Mittel in allen Krankheiten; sie rragensolche am Halse, uin sich vor Bezauberung, Vergiftung, Pest und dergleichen Krankheiten zu verwahren.Es will Derselbe auch bemerkt haben, daß diese Bohrneu bey den Spaniern, ausser Erbrechen und Stuhl-gang, auch krampfige Bewegungen verursachet ha.'ben, dergleichen Wirkung aber bey den Indianern nie-mahls bemerket worden ist. Eben um dieses großenNutzens willen haben die Jesuiten auf den manillifthenInseln dieser Bohne den Nahmen derSc. Icmacius-Boyne gegeben, da sie sonst von den Malayern Tiia-valonga genennet wwd. Die Sineser treiben damitüberall in Ost-Indien und dem übrigen Asien, wo siewohnen, oder wohin sie handeln, einen ziemlich gutenHandel. Nach Europa sind sie zuerst von den Portu-giesen gebracht worden. In Holland kann man solchebey der ostindischeu Compagnie bekommen, von da sieauch nach Deutschland gesendet wird.
Biese indianische Universal-Arzeney hat auch inEuropa einige Zeit viele Verehrer gefunden, und istbey der Schlafsucht, Lähmung, Schlagflusse, Eng-brüstigkeit, schlechten Verdauung, Bauchschmerzen,Verhüttung der monathlichen Reinigung, und bey vie-len andern Krankheiten, angerühmet, insonderheitaber als ein zuverlässiges Mittel wider dir Wechselfieberempfohlen worden. Man hat das Pulver davon zuetlichen Granen, gemeiniglich aber den Aufguß deswarmen Wassers auf die ganze Bohne, verordnet,
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