460 Jlluminiren.
sehr fein, so klebet man Papier anf die Hintere SeitemitMehlkleister. Wenn das Papier trocken gewordenist, überzieht man die ausgespannte Leinwand mit ei-nem weißen Grunde, dessen Farbe man mit warmenHandschuhleim eingerührt hat. Ist dieser aufgetrageneGrund völlig trocken, so reibt man denselben mitBüu-stein fein ab, und sucht ihm die Knoten zu benehmen.Alsdann gründet man zum zweyten Mahl, nur mitdem Unterschiede, daß man die Farbe wieder mit Hand-schuhleim, aber etwas dicker, einreibet. Wenn dieserzweyte Grund trocken geworden ist, reibet man es nocheinmahl mit Bimstein fein ab. Alsdann ist es zumJlluminiren fertig.
Will man die Zeichnungen auf Pergament mitFarben ausfüllen, so spannet man es ebenfalls übereinen Rahmen, grundiert, und reibet es eben so ab.Man darf aber nur einmahl grundieren, weil sich dadie kleinen hervor ragenden Fäserchen mitEinemMahlfest anschließen.
Handgriffe bey dem Jlluminiren. Gotba, 1776» 8 .; B.
Die Rupferstiche, welche illuminiret werden sollen,pssegt man gern gelb abzudrucken; siehe im Art.Kupferstich.
Das Jlluminiren der Bilder und Landkartenpflegt in Augsburg von Kindern verrichtet, und 100Stück Landkarten, welche in z Tagen gefertiget wer«den können, mit 18 Gr., und ioo St. kleinere Bil-der, wozu 2 Tage nöthig sind, mit 12 Gr. bezahlet zuwerden.
Leip; I»t, Bl. #. I. 1765, S. 557 -
Zuweilen illuminiret man auch mir Oehlfarben,nachdem der Kupferstich vorher eine Lage Terpenthin-Spiritus bekommen hat, und wieder getrocknet ist.Gemeiniglich mahlt man in diesem Falle auf der linkenSeite des Kupferstiches.