Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jllumtm'ren. 461

Andere nehmen Stückchen Zeug von der Farbe desFleisches und der Gewänder, und kleben sie auf denKupferstich. Wenn nun diese Art eingelegter Arbeitverfertigt ist, lässet man eben die Kupferplalte, womitder Kupferstich abgedruckt ist, nachdem sie vorher einwenig angefeuchtet worden, auf dem Zeuge abdrucken.Die Schraffierungen, welche sich auf dem Atlaß ab-drucken, machen die Schatten aus. Zu dieser Art derIlluminirung wird viele Geduld und Aufmerksamkeiterfordert.

Eine andere Art zu illuminiren besteht darin, daßman einen Kupferstich auf Glas zieht und bemahlt,nachdem man vorher alles Papier davon weggenommenhat. Die Art des Verfahrens werde ich im Art.Kupferstich befchreiben.

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Illuminiren, oder Erleuchten, Fr> illuminer,in der zweyten Bedeutung dieses Wortes, heißt: mitvielen Lichtern oder Lampen hell machen. Daher dieIllumination, oder Erleuchtung, eine feyerlicheFreudensbezeugung durch angezündete Lichter, wennentweder eine Anzahl Fackeln und Lampen in einemGarten, an einem Haufe, auf einem Platze, in einerStraße oder ganzen Stadt, in einer gewissen symmetri-schen Ordnung aufgestellet und angezündet, oder ge-wisse Gestelle mit feinem geöhlten Papiere, leinenenroder seidenem Zeuge überzogen, mitNahmen, Wapen,oder Sinnbildern und Devisen bemahlet, und hernachdurch dahinter gestellte Lichter oder Lampen durchschei-nend dargestellet werden. Oefters ist hiermit auch einFeuerwerk verknüpft. Diese Ersindung ist aus Ita-lien nach Frankreich, und von da nach Deutschlan-gekommen, und sonderlich zu Berlin unter derNegier-ung des ersten Königes in Preußen, Friedtlch's 1., hochgetrieben worden.

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