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Bey ausserordentlichen ,?eeudensbe;eug«ngen Lichterist ein sehr alter Gebrauch, dessen bey denGriechen schon Aeschylus gedenkt; und Plutarcher,zähii vom Cicero, daß, als er aas seinem Exilium zu-rück gekommen, und des Abends seinen Einzug in Rom ge-halten, alle Straßen mir vielen Sichlern erleuchtet gewesenseyn, und daß vor allen Thüren Lampen und Fackeln gestan-den haben.
Gemeiniglich pflegt man bey Illuminationen dasGeh» in Lampen auf gefärbtes Wan^r zu gießen,Zu rochem Wasser nrmmt man Gummi-Lack, kochtfbldjcö mit Alaun- Wasser, so hell oder ounkel alsman will, und flltrirt es. Zu grünen»Wasser n»mmtman krystallisierten Grünspan, welchen man mitAlaunwasser kocht. Das gelbe Wasser koniml vomSaffra» und Alaunwasser. Das blaue, von gepul-vertem cyprischen Vitrtol, auf welchen man versüßtenSalzspiritus gießt, welches alsdann mit einander zueinem Brey gerührt, und in Alaunwasser aufgelösetwird. Um das Alaunwasser zu machen, nimmt manauf 2 Quart Wasser J Pfund Alaun, und filtrirt eö.
Diese gefärbte Wassir kann man auch noch aus eine an-dere Art gebrauchen. Man fället nähmlich kleine sogenannteMedicin - oder Tropfengläser mit solchem Wasser, schneidetin ein mit Wachsleinwand überzogenes Gestell Löcher inder Größe des Lauches dieser Glaser, nahe» die angefülltenGlaser vor die Löcher fest, so daß der Bauch genau feieOeffmlng ausfülle, und stellt brennende Lichter oder Lampendahinter.
Es lassen sich auch kleine wohlriechende Illumi-nationen in Zr-nmern anstelle». Zu diesem Behufersinnet man sich allerley Figuren, wie auch im großenFeuerwerke zu geschehen pflegt. Die Act derCominu-nicalron ergibt sich von selbst, indem man nach Be-schaffenheit der Figur sieht, wo und wie sie anzubrin-gen nöthig ist. Man macht sich kleine Hülsen vongrünem Papier, etwas großer und langer als die Ta-felfchwärnier gemeiniglich sind, und füllet sie, wie diese.