Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Raubsucht, wie eS sich bisweilen zutragt, nicht ganzdurch die enge Oeffming, wodurch er hinein kroch, mitsich hinweg schleppen kann, st sangt er ihnen das Blutaus, oder frißt ihnen das Gehirn aus, und nimmtdie Kopfe mit sich. Er saust, wie der Marder, denHühnern ihre Eyer aus, und kann solche durch einkleines Loch mit der Zunge rein auslecken, davon erdie Schalen liegen lastet. Zuweilen verschleppet erauch dre Eyer. Auch nach Honig ist er sehr begierig;daher überfallt er im Winter die Bienenstöcke, undzwing: die Bienen, solche zu verlassen. In der Stadtleben diese Thiere vom Raube, und auf dem Landevon der Jagd. Ihr gewöhnlicher Aufenthalt ist in.den Wäldern, auch unter dichten Bcombeerstaudenund Hecke», wo sie, nicht gar tief uiirer der Erde,sich eine fchmahle Wohuuug, etwauu 5 Schuh lang,erbauen, die sich niejstenthe-ls unter den Wurzeln gro-ßer Baume zu endigen pflegt. Manchmahl wohnensie auch in Helihaufen und Kornstheuern, in hehlenBaumstämmen, fo gar in Kaninchenhöhlen, in Festsenrihen rc. Aus dergleichen Hinterhalte kommen sienur des Nachts hervor, um sich auf den Feldern undin Wäldern zu verbreiten. Hr.Grafv« PleUin schreibt,er wisse Beyspiele, daß in einer ihm benachbartenSchäferey, ein Jltiß ein eben geworfenes Lamm er-würget hatte, lind glaubt daher, dich sie eben fo wohleben gefetzte Rehkälber bezwingen, wenn sie diese auf-finden sollten. Sie besitzen die Gefchicklichkeit, Repp-Hühuer- wilde Aenten- Lerchen - und Wachtel-Nesteraufzusuchen und völlig auszuplündern, oder, indemsie auf die Bäume klettern, die Nester anderer Vögelauszunehmen. In den Fafanengärten haben sie oftschon großen Schaden angerichtet. Klein erzählt,daß ihm ein Jltiß in Einer Nacht alle Fasanen, derener eine Menge befaß, erwürgt habe.