Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
468
JPEG-Download
 

468 Jltiß.

naise, eine Wanze, weil er gleichkam einen War,zeuge.'nid) an sich hat,) und ün Deutschen auch den Giänker,das Stinkrhier, den Skinkray oder die sti.-.kcndeRatze/ die Scink-oder stinkende Wiesel, und inLivland das Teufelskind, genannt hat. Dieser Ge-ruch kommt mit des Hausmarders seinem überein, istaber widrig. Den unerträglichsten Geruch pflegt derJltiß alsdann besonders auszudunsten und weit umsich her zu verbreiten, wenn er erhitzt oder zornig ge-macht worden ist. Es kommt derselbe hauptsächlichaus zwey Gefäßen oder Bläschen, weiche diese Thiereneben dem After haben, und welche stets eine öhlichteMaterie durchseihen und enthalten, deren Geruch beydem Jltiß, bey der wilden und gemeinen Wiesel, beydem Dachs rc. höchst unangenehm, bey der Zibethkahehingegen, und bey dem Haus - und Feld-Marder eineArt von wohlriechendem Rauchwerk ist. Um dieserwidrigen Eigenschaft willen können auch die Iltisse denGeruch ihres eigenen Unrathes nicht ertragen; sie pfle-gen sich daher allezeit, um sich dessen zu entledigen,weit von ihrem Auftnthalce zu entfernen.

Der Jltiß, welcher in Europa, besonders vonItalien bis nach Polen, zu Hause gehört, ist allemjungen Wilde und allem Geflügel sehr gefährlich. Ernähert sich, wie der Marder, den bewohnten Plahen,steigt auf die Dächer, halt sich auf Heuböden und anOertern, die wenig besuchet werden, auf, und gehtvon da nur bey Nacht nach seinem Raube aus. Erschleicht sich in die Höfe bey den Häusern, steigt in dieVogelhäuser, in die Taubenschläge, und auf die Hüh-nersteigen, wo er, mit viel weniger Geräusch, als derMarder zu machen pflegt, ungemein viel Schaden an-richtet. Er beißt allem Federviehs den Kopf ab, oderzerdrückt ihn; hernach trägt er eins nach dem andernhinweg, um sich mit gutem Vorralhe zu versorgen.Wenn er die erwürgten Opfer seiner gewöhnlichen

Raub-