Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
471
JPEG-Download
 

Il.iß. 471

lebhaft und munter, als wenn man es erst aus dein Nestegenommen hakte.

Wenn die Iltisse durch Hunde von einem oder demandern Orte vertrieben und verstöret werden, so weh.-reu sie sich gegen dieselben scharf mit Beissen, undsprihen ihnen Urin in das Gesicht. Im Frühlingewerden sie läufig. Die Männchen streiten sich aufden Dächern um das Weibchen, und machen dasselbeeinander streitig; hernach verlassen sie es, und bringenden Sommer auf dem Lande oder in Wäldern zu.Das Weibchen hingegen bleibt bis zur Heckzrit auf ih-rer Scheune, und ist 9 Wochen trächtig. Hier wirftsie auf einmahl 3, oder 4, und bisweilen 5, oder nachHrn. Penuant, 6 Jungen, welche sie nid^t lange säu«get, alsdann aber gegen die Mitte oder gegen das En»de des Sommers mit sich weg führt, und sie bey guterZeit gewöhnet, Blut und Eyer auszusaugen.

Die Kälte scheuen die Iltisse ungemein; daher sieauch im Winter mehrentheils in die Häuser fluchten,um die rauheste Jahrszeil in denselben zu durchlebe».Man findet auch selten ihre Fährten oder Spurenauf dem Schnee, weder im Walde, noch in weil vonHäusern entlegenen Feldern. 'Vielleicht ist ihnen diegroße Hiße nicht minder beschwerlich, weil man siegar nicht in Südländern findet.

Der Schade, den der Jltiß thut, ist allerdingsweit beträchtlicher, als der Nutze». welchen man vonihm haben kann. Indessen halten Einige das Fleischder Iltisse für eßbar, und sagen, daß es wie schwär.-zes Wildbret schmecke. Nach Hrn. Pros. Georg!Berichte wirb dasselbe von den Tschuwaschen gegessen.Die Hunde mögen sein Fleisch nicht fressen, weitesihrem feinen Gerüche zuwider ist, zu den Fellen hin.'gegen haben sie eine sonderbare Liebe.

Io. Fr Senninn i'on der senderbaieri Liebe der

Hunde zu de» ElrihFelle» , st in Siichnrl-s Mr.ce.lan, phys.med. matliem, ß. d. I. 1727, (Elf )?Zi, 4. 0 - SS 8.

Gg 4 Das