Jltiß. 477
nichts taugt. Insonderheit behält, wenn er im Früh-linge zur Brunstzeit gefangen wird, sein Balg denGestank immerfort.
Man fängt die Iltisse auch, wie die Marder, inTellereisen/ über welchen man ein Hasengescheide aneinen Busch hängt, oder indem man, (welches demIltisse ebenfalls angenehm ist, und womit man auchKatzen fangen kann,) einen gebratenen und mit Zuckerbestreueten Häring darauf bindet, und, bey erman-gelndem Schnee, das Eisen mit dürrem Laube bedeckt.Sie werben auch in Schlagbäumen, ebenfalls wie dieMarder, gefangen.
Ferner werden sie auch in Drahtschlrtfen, Lig.i6;6, gefangen. Diese sind nicht kostbar, und mankann deren viele umher stellen. Es werden dieselbenfolgender Gestalt eingerichtet, i und 2, sind krummgebogene, über Daumens starke Stöcke, worein obenbey 3 kleine Löcher gebohret werden, baß ein Drahtleicht darin gehen kann. 4, sind vier durchgeschlageneNagel. 5, ist die Stellinge, welche von einem dün-nen Bretchen ist, und woran ein Kerb an der Seile,und eine dergleichen Kimme oder Kerb am Ende aufder Zunge geschnitten wird. 6, ist ein 6 bis 7 Z. lan-ges Pfahlchen, in welchem oben ein Kerb geschnittenist. 7, ein 3 bis 4 Z. langes Stellholz, welches anein Schnürchen 9, und oben an den fmmnj gebogenenStock 10 angebunden ist, wie denn auch an diesenStock, welcher von der Dicke eines Harkensrieles ist,die beyden Drahtschleifcn 8 angemacht seyn müssen,welche durch die Löcher gezogen sind. Dieselben wer-den nun also aufgestellet. Erstlich werden die 2 Bo-gen, 1 und 2, in die Erde fest eingesteckt, daß sie 15bis 16 Z. über der Erde sieben, und auf 18 Z. weitvon und gegen einander kommen. Der Stock 10 wirdhinter den Bogen eingesteckt, und gebogen, daß dasSchnürchen 9 mit dem Stellholze 7 an der Stellung
hin-