Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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hinunter reicht. Selbiges wird an den Pfahl 6 ange-seht, und die Zunge 5 hinauf an das Stellhol; ge-bracht; die Drahtfchleifen werden aufgezogen, undaccurat den Bogen gleich gerichtet. Zwischen denBogen wird die Gabel 11 gefleckt, woran au einemausgewachsenen Aestchen ein Vogel, oder fönst etwas,zu ihrem Fraße angehänget wird. An beyden Seitenwird etwas altes Holz oder Reisig hingeworfen, damitdie Iltisse durch die Bügel müssen; oder man machtvier Büge! und Schleifen, und stellt sie als ein Omardrat, so kann nichts vorbey kommen. Will nun einIlriß nach dem Vogel hinauf langen, so muß derselbeauf die Zunge kommen; und so bald er dieselbe herumter tritt, so bald schnellt der Stock io mit den Schlei-fen herauf, zieht den Jltiß oben an und in die eisernenNägel 4, und tobtet ihn.

Man kann auch Iltisse, Wieseln, und allerleykleine Raubthiere mir e»ner Gchnellfalle fangen, wel-che ich im Art. Schnell-Falle beschreiben werde. t

Ferner wird der Jltzß aus den Röhren, die ersich, wie der Fuchs, in die Erde macht, gegraben.Die Dachshunde sind sehr begierig auf den Ilriß, ver-muthlich wegen feiner starken Witterung; und wennman im April und May die Ufer der mit alten Wei-den, Pappeln oder Elfen, und mitGeröhrich umwach-senen Seen und Teiche mit ihnen absuchet, so wirdnran oft Gelegenheit haben, eine trächtige Jltissinn,oder die schon Junge geworfen hat, mit denselben aus-zurotten. Sie sitzen alsdann in den Höhlungen derumgefallenen ober niedergelehneten Bäume tief hinein,oder graben sich unter den Wurzeln dieser Bäume ein.Es können auch Sanfinder, um Iltisse und Marderdes Nachts zu fangen, gebraucht werden.

Endlich werden die Iltisse auch mir Garnen ge-fangen. Ein Ilriß stiftn besteht aus zwey kleinenNetzen, welche von feinem dünnen Bindfaden und

Lein-