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Leinchen mit engen Maschen zusammen gestrickt sind,damit man sie um den Aufenthalt des Iltisses herumstellen könne. Hierauf spüret man bey einem neu ge-fallenen Schnee dieselben aus, sodann stellet man auf,störet in die Behältnisse, lässet dieHunde stöbern, undfängt dieselben also im Netze. Diese Netze sind mitihren Leinen und Garne fast den Hasenneßen ähnlich,und es wird auch dabey eben so mit Aufstellen und Ab-laufen verfahren, dahinter die Hunde geschwinde herseyn müssen, weil sie sonst leicht zu entwischen pflegen;doch müssen, wie gedacht, die Maschen enger seyn, da-mit das Gefangene darin bleibe.
Von einer neuen Art, Iltisse durch Wetzen miteinem Messer auf einem Steine zu fangen, wobeyste sich von selbst aus ihren Schlupfwinkeln herausbegeben, und sodann leicht schießen lassen, findetman im 2 r St. der Götting. gel. Anz. v. 1 .1769,S. 201, folgende Nachricht: In derVersammlungder königl. Societät der Wissenschaften, d. 10 Dec.1768, legte Hr. Host. Kastrier einen Aufsah von einerneuen Art, Iltisse zu fangen, vor, welchen Hr. Com-missar. Hartmann aus Hannover übersandt hatte.Man wurde im vergangenen Sommer in einem Gar-ten eine ganze Familie von sechs Iltissen gewahr, dieunter einem Haufen abgehauener Eichenzweige, nurauf eine Gelegenheit, einen benachbarten Taubenschlagzu überfallen, zu warten schienen. Sie kamen frühvor Sonnen.-Aufgang hervor, da sich schon Arbeiterim Garten befanden. Die Arbeiter höhlten Schieß-Gewehr, und suchten sie damit zu erlegen, die Iltisseaber retirirten sich allemahl unter die Baumzwcige.Als sich solcher Gestalt die Arbeiter schon eine Zeitlangnicht mehr um sie bekümmert hatten, wetzte eine Weibs-person ihr Messer auf einem Steine, und verur-sachte dadurch, daß ein Jlriß nach dem andern auf sieblindlings wie wüthend zulief, und sie zu beissen such-te.
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