Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
487
JPEG-Download
 

Zmmerkuh. Immission. 487

Iinmcrkuh, im g. L. einiger Gegenden, eine zu einemJnventario gehörige, oder so genannte eisern« Aul);s. Eisern, im X Th. S. 69 z, und Gotteskuh, imXIX Th. S. 594.

Immerschön, eine Benennung des Gnaphalium Stoe-chas L. ; s. Sonnen - Goldblume.

Immerwährender Malender, s. unter Ratender.

Immeß, Immer: s. Imbiß.

Immhamen, (auch Immham, oder Himphamp ge-nannt,) bey den Buchdruckern ein lederner Riemen,oder eine Schnur, welche neben der Buchdruckerpressesenkrecht, aber schlaff, ausgespannet ist, und dasRähmchen der Presse, wenn es aufgemacht wird, fan-get, und es, wenn es nöthig ist, wieder zurück schnel-ler; der Einschlag.

Die letzte Hälfte ist das Wort Hamen, so fern es über-haupt ein Werkzeug zum Fangen oder Hallen bedeutet; s.Th. XXI, S. 322. Nur die erste Hälfte ist noch dunkel,und muß ihre Erläuterung ohne Zweifel aus der nieder-rheinischen und holländischen Mundart erwarten.

Immi, ein noch in Schwaben und der Schweiß übli-ches Maß sowohl trockner, als flüssiger Dinge, woes auch Immig, Juri, Aftme u. s. f. lautet. Imwürcembergischen hält ein Eimer oder Ohm Wem16 Immi, ein Immi aber io Maß, oder *ö Quartoder Schoppen. In Ulm ist der Immi ein Getreide-Maß, welches 4 Mütlein, 24 Meßen, oder 96 Vier-tel hält. In Bern hält ein Immi, welcher daselbstgleichfalls ein Maß trockner Dinge ist, 2 Achterle oder16 Sechzehnerle; 4 Immi aber machen ein bernecMäß, und 48 ein Mür. In Zürich gehen 9 Immiauf ein Viertel, 36 aber auf ein Mut.

Es stammet mit Ahm, Eimer, Himten, Hnmpe, demLat. Hemina, und andern, aus Einer Quelle her, in wel-chen der Begriff eines Gefäßes der erste und herrschende ist.

Immission, oder Einweisung, ist eine Art der gericht-lichen Hülfe, welche eigentlich in eines ausgeklagtenH h 4 Schuld-