532 Jncrustat.
ausser der See von Jncrustaten findet, gehört unterdie talkartigen Steine, welche zum Theil bloß kalkart-jg, zum Theil selenitisch find, insgesammt aber mit denSäuren brausen. Von den übrigen Meeresgegendenhat mau zu wenig Nachrichten, als daß man mit Ge.'wißheit sagen könnte, ob sich in denselben auch Jncru-state finden; von einem Theile der Ostsee aber besitztHr. Diac. Schcöm ein Beyspiel. Es ist ein fand-und ocherartiges Convolut, in welchem unter andernnatürliche Kohlen eingeschlossen find, welche sich sowenig verändert haben, daß sie, wenn man von ihnendie Cruste ablöset, noch abfärben und schreiben; dabeyist das Convolut so fest, daß es nur mit Gewalt zer-schlagen werden kann.
Es ist übrigens merkwürdig, daß ein Bach, wel-cher die Kraft hat, zu incrustiren, dieses Vermögenverlieren kann. Cartheuser ('+) bemerkt diesen Um-stand von dem poetenbruimen bey Frankfurch ander Oder, welcher ehedem incrusiirte, nun aber die-ses Vermögen verloren hat. Man darf aber deswe-gen nicht annehmen, daß dieses und ähnliche Wasserkeine Kalktheilchen mehr in sich hätten; aber dieseskann man annehmen, daß die Kalktheilchen feiner ge-worden sind, auch vielleicht sich sparsamer in dem Was-ser befinden, und daß das Wasser selbst eine gewissebindende Kraft verloren habe, dergestalt, daß, wennauch das Wasser einige Kalktheilchen auf einen natür-lichen Körper fallen ließ, dieselben nicht auf dem Kör-per hängen bleiben, sondern von dem folgenden Wassersogleich wieder abgespühlet werden. Der Fürsten,Brunnen bey Ien» (s. oben, S. Zl7,) gibt ebendiese Erscheinung, welcher nur an einem gewissen Ortezu incrustiren pflegt.
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