Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Incrustat. 535

Die Entstehungsart der Iucrustare ist nichtschwer zu erklären. Wenn ein mit kalk- oder selenit-artigen oder andern erdigen Theilen geschwängertesWasser einen Körper beließet, sich dann diese Theil-chen rings um den Körper herum anhängen, und nach-her in der Lust verhärten, so entsteht hieraus eineRinde, welche einen fremden Körper in sich schließt,und dieses vereinigte Product wird ein Incrustac ge-nannt. So lange die fremden Theilchen in dein Was-ser leicht genug sind, trägt das Wasser dieselben mitsich fort; werden sie aber schwerer, fo sinken sie zuBoden. Fallen sie nun auf einen solchen Boden, wokeine fremde Körper liegen, so entsteht daraus einebloße Rinde; liegen aber fremde Körper da, fo wirdes ein Incrustat. Fällt das Wasser tropfenweise aufeinen fremden Körper, so wird das Incrustat durcheinen Tropfsteizr^ebildet. So stellte sich schon Serie-ca 00 die Sache vor. ..Wenn ein Wasser," sagter: .. einen festen Körper berührt hat, so bleibt es ste-hen und verdicket sich, daher werden die in eine solcheSee hinein geworfenen Dinge nach einiger Zeit steinernwieder heraus gezogen. Man trifft dieses an verschie-denen Orten in Italien an; wenn man ein Reis odereinen Zweig hinein leget, so zieht man nach wenigenTagen einen Stein wieder heraus." Bey der Jncru-siation wird daher nothwendig ein Wasser, oder we-nigstens ein feuchter Ort, wo an manchen Stellen ei-nige Tropfen niederfallen können, erfordert, ein Was-ser, welches talkartige, selenitartige, sirndarrige u.d. gl. Theilchen, entweder einzeln oder vermischt, insich enthält/ welche es auf solche Körper, die an sol-chen Orten liegen, fallen lässet. Wenn nun das Was-ser viele dergleichen Theile in sich hält, so ist die Ue-bersinterung leicht, und geht in kurzer Zeit vor sich.

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(15) Natural. quast. Lib, r, Cap. 20.