Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jncrustat. 539

cherley Gestalten zu bilden pflegen, und bisweilenauch die Gestalt des incrustirten Moses angenommenhaben, an welchen man aber diejenige Regelmäßigkeitvermißt, welche das incrustirte Mos zeigt, und inwelchen man, wenn iuan sie zerbricht, nie eine Spurvom Most findet. , Die eigentlichen incrustirten Mostsind grüßten Theils nichts anders, als ein Tropfstein,welcher sich in größerer oder geringerer Menge umzarte Mosreischen legt, sie überzieht, und unter ein-ander verbindet. Auf die Beschaffenheit und Viel-heit der Theilchen beruhet die Feinheit des Moses.Sind es Kalktheilchen, so wird die Cruste freylichgrober und zerreiblicher; sind es hingegen Gypsrheil-chen, so wird die Cruste feiner und fester. Geschiehtes- daß sich um das Mos nicht mehr Tropfstein anlegt,als zur Uebersinterung nöthig ist, so behält das Mosseine ganze Bildung; man kann alle einzelne Mosreis-chen unterscheiden, und solche Incrustate sind unsererAufmerksamkeit vollkommen würdig. Sehr seltenwird man das Mos selbst noch in dem Incrustate fin-den, welches gemeiniglich verweset, und sein ehemahl-iges Daseyn durch leere Zwischenräume entdeckt, wel-che man findet, wenn man das Jncrustat zerbricht.

Die Beschaffenheit der Kalk-oder Gyps-Erdegibt dem Incrustate mancherley Farben, weiß, gelb,röthlich, braun, u. d. gl. Wenn sich um das MoSzu viel Theile ansehen, und dadurch die eigentliche Ge-stalt des Moses ganz verdrängen, so verdient das Pro-dukt kaum den Nahmen eines incrustirten Moses;wenigstens verdient es in Naturalien - Sammlungenkeine Stelle. Daher fordert Hr. Hofr. Waich (- 1 )von einem guten incrustirten Most folgende Ligenschaf-teii: t. daß die Cruste sehr zart aufliege, dergestalt,daß die wahre Gestalt des Moses sich nach seinen

Blätt-

{ 2 '-) ytstturgefd). der Versteiner. Td- Abschn- >, 6. »47-