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Indiz.
Werkzeug, wovon sich jede Spitze um 2 oder Z Fingerin Gestalt eines Gänsefußes ausbreitet, und wovonLas eine Ende als ein Winkelmaß gebogen ist. Zu-weilen bedient man sich auch eines Stückes von einemeisernen Ringe, welches man krumm bieget, oder deSEndes der Sichel, Fig. 1692. Das heraus gerisseneUnkraut thut mau in Körbe, und lässet es ausserhalbden Verzaunungen und unter dem Winde hinwerfen,weil, wie die Erfahrung gelehrt hat, dieWurzeln undso gar die Blätter, welche übrig geblieben sind, oderder Same, welchen die großen Sturmwmdeausftrenen,von dem vielen Thaue und der^ihe befruchtet werden,und nach kurzer Zeit Sroff zu einer gleichen Aernbe ge-ben. Daher treiben gewisse Einwohner die Reinig-ung der Felder und die Genauigkeit so weit, daß sie beyjedesmavligcm Güten ihren Acker kehren oder fegen las-sen, um so gar die geringsten Hälmchen von Grasewegzuschaffen, wovon die meiste» Arten die EigenschaftHaben, sich fortzupflanzen. Diese Arbeit, welche zumLftern geschehen muß, ist für die Schwarzen sehr be-schwerlich, weil sie bey Verrichtung derselben immerden Kopf bücken Miissen, welches so lange dauert, bisdie Indigpflanze im Stande ist, den Boden mit ihremSchatten zu bedecken.
Wenn sie ihre Reife erlangt hat, schneidet man siemit großen krummen Messern, die wie eine Sichelaussehen, ausgenommen daß sie keine Zahne haben,1686, einen guren Zoll hoch von der Erde ab.Auf recht gutem Boderi aber, wo der unechte Indizzuweileir 6 F. hoch wachst, ehe fein Kraut zur Reifekommt, wird der Stock fo dick und stark, daß man ihnnur der Sichel, Fig. 1692, abschneiden muß. Dar-auf bedient man sich des Messers, um auf dem Platzedie dünnen Zweige abzllschuei-en, welche man aufhebt,die Küpe damit zu füllen, und das übrige, welchesnur hinderlich fällt, wirst man weg. Wenn der Indiz