Indiz. 6ii
abgeschnitten ist, pflegt man sich an einigen Ortengewisser Tücher zu bedienen, um das kleine sowohl alsauch große Kraut darin wegzutragen. Diese Tücherbestehen aus Stücken von Packmche oder grober Lein-wand, die i Elle in der Länge, und eben so viel in derBreite, haben, damit ste viereckig werden, und anderen Zipfel man Bänder knüpfet. Ein solches Tuch,wenn es vollgefüllt ist, macht die Last eines Negersaus. An andern Orten macht man bloß Bündel da-von, die man mit Indiz selbst,' oder mit Stricken,bindet. Hernach wird das Kraut in der Küpe wiederaufgebunden, und gleich ausgebreitet, ohne eure leereStelle zu lassen. '
Der Indiz hat eine so große Neigung zu nähren,daß er, wenn man ihn in Bündeln zugebunden lasset,sich erhitzt, und brennendheiß wird. Man kcwnitauch den Folgen, welche bey der Bereitung sehr »ach-theilig seyn würden, zuvor, indem man diese Bündelsofort wegtragen lässet. In großenJndigplätzen aber,wo die Jndigoterien von dem Orte, wo das Kraut ge-schnitten worden ist, und wo man zuweilen 4 bis 502Bündel auf einmahl machet, der Transport derselbenso langweilig als beschwerlich seyn würde, sehr weitentlegen sind, ladet man diese Bündel alifleichte Wa-gen, woran man Maulesel spannet. Jeder Wagenmuß ;o Bündel fahren, welche die Ladung einer Küpeausmachen. Es ist in diesen großen Jndigplätzen ge-bräuchlich, daß man das Kraut gegen Abend und zuAnfange der Nacht einfüllen lässet, damit man bey an-brechendem Tage von dem Grade der Gährung, undvon der Zeit, da die Küpen ausgeleeret werden müssen,desto besser urtheilen könne. Uebrigens ist leicht, zuerachten, daß es nicht bequem seyn würde, das Ein-füllen einer so großen Menge Krautes bis aufdie Nachtzu verschieben, wenn man nicht zu gleicher Zeit dieBequemlichkeit härte, alsdann auf einmahl die KüpenQq 2 mit