Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
617
JPEG-Download
 

Indiz. 617

ben, um das Wasser 100 Fuß niedriger ju führen,wobey man eben den Handgriff, wie oben, beobachtet,und allezeit das Wasser mit gleicher Langsamkeit inAnsehung des Abhanges der Beere führt und anhält.Denn, wenn das Wasser zu geschwinde liefe, wurdees die Erde unter einander werfen, das Samenkornhier und da mit wegreiffen, und einen Schlamm Herrvor bringen, welcher dasselbe verhindern würde, in diegehörige Tiefe zu dringen. Diese Tiefe muß wenig-stens i F. betragen, weil, wenn die Erde nur 2 ober3 Quersinger tief befeuchtet würde, das in der Erdeliegende Samenkorn sich in eben dem Falle eines sehrkleinen Regens befinden, und folglich der Keim dessel-ben nothwendig verderben würde. Denn man gibtdemselben nicht eher wieder Wasser, als bis es aufge-gangen, und bis gegatet worden ist.

Die Beete sind >z bis 14 F. breit, und iio bis sLoSchenke lang. Sie sind durch Rinnen, deren Ränder einwenig über ben Horizont des Bodens gehe», von einanderabgesondert. An dem obern ss»de aller dieser Beete ist einekleine Rinne, in welche man das Wasser thut, wenn mansie zu bewässern anfangen will; alsdann fahrt man an einerihrer Seiten fort. An dein ankern untern Ende der Dcekeist eine a»dere Rinne, welche viel größer ist, als die obere,weil sie das Ueberflüssize der Bewässerung und das Regen,Wasser auffängt. Unter dieser untern .Rinne muß manallezeit einen kleinen Weg zur Bequemlichkeit des Durch-ganges lassen, damit man nicht auf die Pflanzen tretendürfe. In großen Plantagen, wo man die Krautdündelfür die Jndigokerien auf kleine Wagen, oder so genannteKarren (.Fr. LKsrrerrer) ludet, wird dieser Weg breitergemacht.

Die erste Wässerung muß gegen die Mitte desNachmittages geschehen, damit das Wasser Zeit habein die Erde zu dringen, ehe die Sonne darauf scheint.Allein, wenn der Indig aufgegangen ist, thut mansich hierin keinen Zwang an.

Qq 5 In