Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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6^0 Indig.

ihn darauf auszubreiten. Wenn dieses geschehen ist,so legt man ihn darauf, und lässet ihn auf vorerwähnteArt vollends austrocknen.

Wenn der Indig in den Kasten trocken zu werdenanfangt, glaubt man ihm durch das Kneten mehrereVerbindung zu geben; allein, daS ist ein Irrthum;denn diese Verbindung kommt bloß auf den Grad derGährung und des Schlagens, den er erhalten hat,und zwar hauptsächlich auf letzteres, an. Ein Indig,der in beyden Fällen einen Mangel hat, zerbröckeltsich bey dem geringsten Stoße, weil ihm die zu feinerVerbindung nöthige Zurichtung fehlt; und man irret,wenn man glaubt, daß diese Eigenschaft ihm ersehet,oder daß er dadurch verbessert werde, wenn man diemangelhaften Theile knetet. Es entsteht im Gegen-theil oft ein Verlust hieraus. Denn wenn man dasobere im Kasten mit dem untern vermischet, so wird indem Falle, da Rinden entstanden sind diese durch dieSonne veränderte Oberfläche, indem man sie mit demübrigen Theile vermischet, dunkle und schieftrfarbigeAdern formiren, welche den Preis desselben gar sehrvermindern. Diejenigen, welche genauer auf ihrenVortheil bedacht sind, sondern ihren Indig in demKasten am aren oder zten Tage darauf ab, welches inder Zeit, welche die andern zum Trocknen brauchen,einen Unterschied von 6 Tagen betragt. Sie findendieses auch deswegen vortheilhaft, weil, je mehr derIndig Zeit zum Trocknen braucht, die Kraft seinesGeruches sich desto stärker vermehrt, wodurch Fliegenherbey gelocket werden, die ihre Eyer hinein legen.Diese Eyer verwandeln sich, in einer Zeit von wenigerals 48 Stunden, in Würmer, welche in die Ritzendes Jndigs hinein kriechen, wovon sie einen Theil ver-zehren, und den andern Theil verändern, indem sieeine kleberige Feuchtigkeit darin ausbreiten, die ihnverhindert, zu trocknen, woraus sowohl in Ansehung

des