Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indig. 653

schwersten, einführen. Man könnte hiergegen ein,wenden, daß aller Boden in Amerika von dem euro«päischen sehr verschieden sey, daß derselbe weit geschmei-diger sey, und daß folglich leichte Werkzeuge mehr.Wirkung dabey hervor bringen können; kurz, daß,wenn der Verarmung des Bodens durch etwas hättekönnen abgeholfen werden, es längst durch die vortreff,liche Düngung mit verfaultem Indigkraute geschehenwäre. Es ist doch aber nicht zu läugnen, daß ein jederBoden, er sey sandig oder nicht, durch tiefes Umgra,ben sehr gewinne. Die Indigfelder würden um so vielmehr dabey gewinnen, da man den Jndigsamen nichtsäet, wie wir die Getreidearten, sondern ziemlich tiefeGruben macht, und eine Anzahl Samenkörner hineinwirst. Wenn die vortrefflicheDüngung, welche manzur Befruchtung des Bodens anwendet, wenig Wirk,ung thut, so kommt es gewiß daher, daß dieselbe nichtgehörig eingepflüget wird. Würbe man mit dem Secheunserer Pflüge diese wohl gedüngte Erde durchgraben,so könnte alsdann die fruchtbare Fettigkeit des Düngers,an statt daß sie von der Sonnenhitze ohne Unterlaßausgesogen würde und verdunstete, -in die Tiefe drin«gen, wo das Samenkorn zum Wachsthum ansetzt undsich entwickelt. Sie würde daselbst »»merklich einneues, edleres und nahrhafteres Erdreich, als das er,ste war, bilden, und selbst unfruchtbare Ländereyenwürden ihre Fruchtbarkeit wieder erhalten.

Die Bereitung des Indigs ist für die Gesund«heir höchst nachrheiltg. Denn bey dem Rühren deSfaulenden Krautes steigen unerträgliche Dünste auf,so, daß die Negern, welche diese Mbeit verrichten,auS dem Winde treten müssen, um nicht ihre Gesund-heit dabey einzubüßen. Der auch bey dem Siebendes Jndigs zu beobachtenden Vorsicht, ist oben, S.568, Erwähnung geschehen.