Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
655
JPEG-Download
 

Indig. 655

haste und kupferige Farbe als der von GuatimaKr,wird ihm aber, wenn er ganz rein ist, fast gleich ge-schaßt; so wie auch der Indrg aus Jamaika DerI-'dra von den ancililfchcn Inseln, welcher insgemeinschlechthin Indig aus den Inseln, Fr. Indigo des iles,genannt wirb, ist, den von St. Domingo und Jamai-ka ausgenommen, geringer als andere westindischeSorten. Der Indig von den caraibrschen Inseln,nebst einigen andern Sorten des amerikanischen In-digs, wird nicht viel gesuchet, ausser daß inan aus die-sen letztern, mit Beymischung blauer und weißerStärke, und Gummiwaffers, eine Masse bereitet,welche gemeiner Indig, und von Einigen auch PlattsIndig. genannt, und mehrenrheils nur zum Zeichnender Schafe gebraucht, von Betriegern aber auch fürguten und wahren Indig verkauft wird.

Ein Indig, auf dessen Oberfläche, und auch in-wendig, ein Kupferroch bemerkt wird, wird kupferigerodergeseuerterJndtg Fr.lndigucuivi6, genannt. Die-ser Sorte bedienen sich insonderheit die Seidenfärber.

Heutiges Tages kommt der meiste Indig aus Spa-nien, Frankreich, England, Portugal und Holland,als welche Nationen insgesammt Länder in Ost - undWest-Indien besihen, in welchen oberwähnlerMaßender Indig entweder selbst gemacht wird, oder dochdurch die Handlltng aus der ersten Hand zu haben ist.Nur allein die Holländer bringen aus Ost-Indien jähr-lich über 5 bis 6OOCentner nach Deutschland, wovonein guter Theil nach Deutschland und Rußland geht.Bey dem d. 25>Iul. 177z in Guatimala vorgefallenenErdbeben hat die Handlung mit dem Indig sehr gelit-ten. Guatimala lieferte diese Waare mit vorzüglicherSchönheit. Von da haben die Engländer den Indignach Smyrna gebracht.

Der plkis der oben genannten Sorten vonIndig,welche man in der Handlung führt, ist steigend und

fallend.