Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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657
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Indig. 657

wendig aussehe, und gleichsam mit silberfarbigen Flim-mern durchsäer sey, und wenn er auf dein Nagel gerie-ben oder geritzer wird, röiblich erscheine; wiewohlauch der feste- und dunkel glänzende Indig, weichenman yockgefeuerr nennet, nicht zu verwerfen ist;hauptsächlich aber ist s. dahin zu sehen, daß er leichtsey, und auf dem Wasser schwimme; je tiefer er unter-sinkt, desto verdächtiger wird er wegen einer Beymisch-ung von fremden Theilen. Wenn er demnach im Ver-hältniß seiner Größe gar zu schwer ist, muß man seineBeschaffenheit genauer untersuchen; denn da er oft inansehnlichem Preise steht, ist es gut,, daß die Käuferwissen, was für Betrug dabey vorgehen kann, undwirklich vorzugehen pstegt. Der erste besteht darin,daß man die Pflanze im Fäulungstroge allzu sehr ruh,rer, damit Blätter und Schale völlig aufgelöset wer-den. Der zweyte Betrug besteht darin, daß man ihnmit Asche, Erde, einem gewissen braunen und glän-zenden Sande, vornehmlich aber nut gestoßenemSchiefer, oder geriebenen Ziegelsteinen, vermenget.Dieses alles thut man unter den Bodensatz in die Kü«pe, indem solcher hinein fällt, und rührt alles wohl,damit es sich recht unter einander menge, und der Be-trug nicht leicht in die Augen falle. Dieser Betrugaber geht viel leichter bey dem geriebenen Indiz vor,als bey demjenigen, den man in Täfelchen bekommt,weil diese fremde Körper sich nicht so genau mit einan«der verbinden, daß sie nicht an verschiedenen Ortengleichsam Schichten von Materie mancherley Art for-miren sollten, welche man leicht eindeckt, wenn manStücke von diesem Indiz zerbricht. Beyde Artenvon Betrug aber lassen sich leicht erkennen, und zwarder erste aus der Farbe und dem Gewichte desJndigs,als welcher in solchem Falle schwärzlich, dickund schwerwird. Den andern Betrug zu entdecken, kann mansich folgender zwey Mittel bedienen r 1» daß man einO-k Eric. XXIX Lh. T t Stück