Indig. 665
den Zusah der Alaunerde, die er aus einer Solutiondes AlauneS durch halb so viel feuerbeständiges Alkaligefällcr hatte, und mir einer aus 1 Th. Indig und 4Th. Vitriolöhl durch Reiber, im Mörser verfertigtenIndig i Solution zusammen rieb, eine sehr milde blaueFarbe erhalten, welche Seide, Leder und Knochen zufärben vermögend ist, ohne sie allzu sehr anzugreifenund brüchig zu machen.
Sehr wenig von einer salpetersauern Eisen -Solu-tion, verändert bey seiner Vermischung mit der vitriol-sauern Indig .* Solution ohne einigen Niederschlagnach ungefähr 10 Minuten die dunkelblaue Farbe des-selben in eine helle rothgelbe; die Zinn.'Solution inKönigswasser hingegen bewirket ein weißes Präcipitataus der vitriolsauern Indig - Solution. Aus 4 Unzendes besten Indigs erhielt Dstonval. vermittelst derDestillation aus einer Retorte, ein riechendes Wasserund ein flüchtiges Alkali, welches (vermuthlich mitdem Wasser zusammen genommen,) 2 Quent betrug,1 CUi< von einem leichten, und 3 Qu. von einem schwe.-ren, grünlichen, brennzlichten Oehle, und 2^ Unzenvon einer schwammichten Kohle, welche bey ihrerschwer erfolgten Einäscherung z Qu. einer graulichenAsche hinterließ, welche mit keiner Säure brausete,von darauf gegossenem Weingeiste braun wurde, andmit deyr Magnete sowohl, als bey dem Sublimirenmit Salmiak, Kennzeichen von Eisentheilchen zeigte.Dijonval hat auch, bey derDestillation mit der pneu-matisch .'chemischen Vorrichtung, Luft daraus entbun-den. Die beträchtliche Menge der Kohle, welche beydieser Destillation übrig blieb, beweiset zur Genüge,daß dasjenige Kennzeichen der Güte des Indigo, wel-ches einige Schriftsteller angeben, als ob nähmlich einguter Indig im Feuer ohne einiges Rückdleibftl ver-fliegen müsse, ungegründet sey. Auch Hr.hat dieses bereits widerleget, nachdem er in seinenTt ; Vec.'