Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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676 Indtg.

Indiz eine sehr starke Aehnlichkeit hak, zu bereiten sey,wird im Art Rainweide vorkommen.

Der nachgekünstelte Indiz von gestoßenen Myr-rhenäpfcln, oder von der Scherwolle von blauem Tu-che, mit Kalk und Urin, ist wohl der schlechteste.

Ausser dem Färben, gebraucht man den Indiz auch;ur Mahlerey, und zwar nimmt man dazu den dunkelblauen am liebsten. Die Farbe, welche der Indizbey der Mahlerey gibt, wenn man ihn unvermischtund allein gebraucht, ist, natürlicher Weise, ganzschwarz, weil sein Blau sehr dunkel und saturirt ist.Daher pflegen die Mahler denselben mit weißer Farbeabzureiben, um ein schönes Blau dadurch zu erhalten.Will man eine grüne Farbe haben, so reibt man ihnmit Opermenl ab. Bey Wasserfarben braucht manihn zum Blaßgrauen und zu Landschaften. Er mußlange mit Branntwein gerieben, und mit Gummi-Wasser angemacht werden. Einige rathen, mai. sollihn mit Urin abreiben. Vor Erfindung des berlinerBlau bediente man sich des Jndigs auch in der OehlrMahlerey, und lasierte ihn mit Ultramarin; jetzt abermuß er dem berliner Blau weichen, weil er, wenn ertrocken wird, seine beste Kraft verliert, und verschießt.

Wie aus Indiz eine schöne gelbe Tmle zu verfert«igen sey, werde ich im Art. Tinte beschreiben.

Auch in Ansehung des med>cin,schen Gebrauche»,ist der Anil bey den Indianern und Portugiesen in sehehohem Werthe; denn er dient zu den Wunden, er rei-nigt und .ivcknet die alten Schäden, wenn er gepulverteingestreuet wird; man bindet ihn auch wider daSKopfweh auf die Stirn. Die abgekocht - Wurzel sollin der Kolik, welche von dem Nierensteine entsteht,nützlich seyn, und ein Bremm'.schlag aus den blätternverfertigt, und aufdenUnterleib gelegt, den verhinder-ten Abgang des Urins wieder herstellen. Einige wol-len