Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Bezeugungen der Menschen von ihrer Pflicht, die ih-nen das göttliche Gesetz vorschreibt, daraus die Ent-schließungen dasselbe zu beobachten, und tugendhafteGesinnungen entstehe»; und ich bitte meine Leser umErlaubniß, beweisen zu dürfen, daß dieselbe keinen ge-ringen Einfluß in die Indüstrie, oder in die Nahrungund das Gewerbe der Menschen habe, und gar vielbeytrage, auch die Erwerbung der äusserlichen Güterzu befördern.

Wir wissen, daß diese.Güter, Gaben des gütigenGottes sind, die er darum unter uns ausgetheilt hat,unser Leben aus der Welt angenehm und vergnügt zumachen. Er hat auf der Erde gleichsam ein großesMagazin für die Menschen angelegt, und dasselbe mitallem.versehen, was zu unserer Nothdurft und Be-quemlichkeit gehört; er füllet es auch ohne Unterlaßwieder an, wenn es einen Abgang erlitten hat. Un-sere Schuldigkeit ist nur zu zugreifen, hinzunehmenuu* zu genießen, was er uns darbiethet. Er über-reichk-uns von den meisten Gütern des Lebens den ro-hen Stoff durch die Nacnr. Diesen sollen wir bear-beiten , und dadlirch zu unserm Gebrauche geschicktmachen, damit wir unsere Leibes - und Gemüths-Krafte daran-üben, durch ein geschäftiges Leben unsVergnügen, machen , und die Summe des Guten in. Bet Welt vermehren, damit der Schöpfer seine Freudedaran habe. Er könnte das Brod so gut anf denBannten wachsen lassen, als die Aepfel, aber washatten wir alsdann in der Welt zn thun, und womitwollten wir uns beschäftigen? Ein mäßiger Gebrauchund Genuß des Guten in der Welt, ist Dankbarkeitgegen den Schöpfer, dürftige Trägheit aber eine Ver-achtung seiner Wohlthaten. Ein Christ, dessen Seeledurch das Vertrauen auf Gott und die Freude an ihmaufgeheitert ist, hat eine innerliche Stärke, die ihn zuallen Arbeiten und Geschäften geschickt macht. Unzu-