Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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friedenheit und Verdruß schneidet gleichsam alle Ner,ven der Seele ab, macht sie stumpf, unthätig undrathlos, und umsteht sie mit einer Finsterniß, darinsie nichts finden kann, was ihr heilsam ist. Aber werkann ohne die Ueberzeugung von einer gerechten, wei-sen und gütigen Vorsehung Gottes, welche die Weltregiert, und ohne das Bewußtseyn seines'Wohlge-fallens bey den ungewissen Abwechselungen des mensch-lichen Lebens wahrhaftig vergnügt seyn? Ein munte-rer, fröhlicher und durch das Vertrauen auf Gott ge-stärkter Christ wird allezeit, auch in irdischen Geschäf-ten, mehr ausrichten, die Beschwerden seines Stan-des leichter ertragen, und bey allen Hindernissen stand-hafter bleiben, als ein kleinmythiger Gotlesverächter,welcher seine Schwäche fühlt, und von einem HähernBeystande verlassen ist. Von heimlichen Betrug,Unterschleif und Uebervortheilungen, die vor den Au-gen der Menschen verborgen bleiben, gleichwohl aberhöchst schädlich sind, und das Wohl der menschlichenGesellschaft untergraben, kann uns nichts abhalten,als die Furcht vor Gott, und die Vorstellung seinerAllgegenwart und Allwissenheit. Die Tugend erhebtdie Seele zu einem edeln Bestreben nach Glück undFreude, wozu sie ein Recht hat, da hingegen das La-ster verzagt und träge ist, und Unglück fürchtet, wel-ches es verdient. Ich handle aus allen Kräften recht-schaffen, und verehre die Befehle meines Schöpfers,und also habe ich auch Antheil an aller Glückseligkeit,die dr für seine gute Geschöpfe bestimmt hat. Ichdarf mich mit Recht darum bemühen, ich kann dabeyseines Segens und Beystandes versichert seyn, und erwird mir so viel davon geben, als mir nützlich ist.Und.nun arbeite, schwitze, wache, und bestrebeichmrch mit frohem Muthe/ bin vergnügt und dankbar,wenn ich etwas erwerbe, gelassen, wenn ich etwasverliere, und nie verzagt, wenn ich auch die größten

Zz ) Hin-