Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
68
JPEG-Download
 

Kkid.

68

wie oben, mit Blumen verziert. DerZeug des Kleides istseiden, wollen, oder leinen. Je weniger Zierralhen oderVerbrämungen darauf sind, je besser. Gold und Silberwürde ich ganz ausschließen.

Das dritte: Wie das letztere, mit einem darüber gezo-genen Leib-Rocke von Satin, oder anderm seidene», streif-igen, blumigen oder auch glatten Zeuge, vorn über einan-der geschlagen, ohne Aermel, mit Epauletten. Um alleBorten mit einer »la giecque gezeichneten Broderie. Inden Haaren, an statt der Blumen, oder neben denselben,Perlen - Geheuke. Zu diesen beyden Kleidern könne»Handschuhe getragen werden; weißlederne wurden d;e be-sten seyn. Die Schnur-Brust ist von alle» ausgeschlossen.Die Schuhe müssen ohne hohe Absätze, vor» rund zugespitztseyn.

Das äussere oder Ober - Kleid des römischen Frauen-zimmers, hieß Pallium, ol^r -\miculum, welches sieöfters von hinten an den Haupt -• Schmuck anhefteten,von danuen es herab hing, und den Leib bedeckte.Die ehrbaren Weiber bedeckten eben damit auch dieArme bis vorn an die Hände. Eine .andere Art einesOber-Kleides war Peplum, welches bey den Griechenund Römern üblich war. Es ist aber sehr schwer, denwahren Unterschied dieser Kleider anzuzeigen, weil dieSteine und Denkmäler desfalls keine Dienste thun.Eine andere Art Kleidung, Mafora, Maforte, Mafor-teum oder Mafurtium genannt, scheint erst in späternZeiten ausgekomnren zu seyn, und stammet vielleichtvon o ißo s ofHov ab, welches eine Decke, die man überdie Schultern zieht, bedeutet, womit die römischenWeibspersonen deir Kopf und die Schultern bedeckten,und noch weiter herab hangen liessen. Die chk/vovy,oder QevoAt] L. Penula, wurde von Manns - undWeibspersonen getragen; s. vben, S. 36. Von demKaiser Severus war diese Ponulu den Weibspersonenin der Stadt zu tragen verbothen, ausserhalb derselbenaber erlaubt.

Bey