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Kleid.
Von der RIeidung der alten Gallier, ehe diesel-ben den Römern unterwürfig gemacht worden, findetman keine Spuren. Doch hat man einige Denkmäler,welche in die Zeiten der ersten römischen Kaiser fallen,darin doch von der Zeit des I. Cäsar an, mancherleyVeränderungen derselben vorgegangen sind. Unterden merkwürdigsten Denkmälern ist dasjenige, welchesim I. 1711, m dem Chore der Kathedral-Kirche zuParis ausgegraben worden ist. Es besteht in sechsalten Galliern, deren Haupt-Decke den parthischenKappen nicht unähnlich ist. Die Unter-Röcke habenlange Aermel, welche bis auf die Hände gehen; überdiesen trugen sie einen Ober-Rock oder ü.igum, gleich-falls mit Aermeln, worin derselbe von dem römischenSago unterschieden war. Dieser Ober - Rock war mitpurpurfarbigen Streifen versehen, welche die Gestaltder Gerten (Virzg) hatten, daher sie auch Saga virgatahießen. Einige andere Abschilderungen alter Gallierund ihrer Kleidung, welche in die ersten Jahrhlinderteder römischen Kaiser fallen, find unter sich selbst merk-lich verschieden. An einigen sieht man eine Tunicaoder ein Unter-Kleid mit engen Aermeln, und ein Sa-gum oder Ober-Kleid mit weiten Aermeln, wie z. B.der Jüngling, Lig. 2129, der ein Hündchen auf demlinken Arme sihen hat; der andere hingegen, Fig.2izo, welcher in der einen Hand einen Vogel, in derandern aber einen Becher halt, (welches vielleicht aufden vortrefflichen Wein in Burgundien gehl, wo dieseStatüen gefunden worden sind,) hat sehr weite Aer-mel; desto engere aber hat der folgende, Fig. 2131,welcher in der rechten Hand ein Hündchen, und in derlinken ein Kästchen hält. Der vierte, Lig. 2152, hatauch einen Becher, und das Ober-Klerd ist untenringsum ganz zackig ausgeschnitten, übrigens aber un-ten völlig zusammen, daß eS scheint, man habe dassel-be