Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kleid.

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Es folgt die Geschichte der Rler'der-Trachtenbey verschiedenen neuern und heutigen lltotionen.

Die physische Verschiedenheit der Völker allerWelt-Theile, in Größe, Farbe und Bildung, istäußerst auffallendabergewiß kann man als Hülss - Mit-tel zur Geschichte der Menschheit, auch das Zufälligedek Aussenseite des menschl. Körpers nicht für unwichtigha ken. Immer ging die Sorge für diese 'Aussen-Süte, so weit Schutz gegen das Klima dringendesBtdürfniß war, vor Bearbeitung der Geistes-Kräftevv'aus. Da nun bey dieser die Aussen - Seile weichli-chir wurde, und immer mehrere Behaglichkeit ber-largte, so wirkte in so fern auch Cultur der Geistes-K'äfte wieder mif Bekleidung.

Die Eitelkeit oder das Jnstincr-artige Verlangenäuserlich schöner zu scheinen, war nicht schlechterdingsdi> Felge der mehrern Aufklärung; denn selbst die rö-hrte Nacktheit blieb nicht ohne Grade dieser vermeint-lioen Erhöhung und Verschönerung der Figur. DaSsoiderbare Formen der Köpfe, das Bemahlen, Aetzen,Pmctieren oder so genannte Tättowieren der Haut,dal Durchbohren einzeler Glicdmaßen der ganz undhab nacketen Wilden, zweckt auf nichts anders ab. Alsokam man Putz und Zierrath, oder überhaupt die Form,nw als Neben-Zweck der Kleidung ansehen.

Wichtiger aber, als die Form, ist die Belracht-urq des Materiales der menschlichen Kleidung; denndiß knüpft sie an das Reich der Natur an. DieWanderungen der Thiere und Pflanzen machen, nächstdei Wanderungen der Menschen, den wesentlichstenTieil der Welt-Geschichte aus, und sind zugleich eine««entbehrliche Erkenntniß-Quelle großer Revolutionen;foglich kann eine Darstellung des allgemeinen Kleiü-mys-Stoffes der Welt-Bewohner selbst für die Ge-sclicht-Forschung nicht ohne Interesse seyn.