Kleid. 95
ung an. Eine Abbildung dieser Tracht, sieht man inFig. 2140 .
Ben der Tracht nnverheuratheter Mädchen, istweit weniger Klapperwerk; sonst aber unterscheidet sichderselbe in nichts, als Laß die Weiber-Mütze fetzlr,und jetzt die meisten nach gemeiner russischer Art dieHaare in einen Zopf geflochten tragen, an welchemQuasten und Bänder hängen. Nach alter Weise abermachte mait ans den Haaren i:n 'Nacken 8 bis 9 kleine,und zu jeder Seile hinter den Ohren eine etwas größereFlechte, und in diese beyde wurde eine mir Zahl-Pfenn-igen "und andern, Geklapper behängte Quer-Spangeeingeknöpfet; alle Flechten aber wurden am Ende mitwollenen Schnüren verlängert, und zusaunuen in denGürtel gesteckt. Eine ähnliche Art, die Haare mitschwarzer Schaf - Wolle in eineir breiten, bis in dieKnie-Belige reichenden Filz zu stechten, sieht man arichbey den uitverheuratheten Morduanerinnen an derWolga. Siehe Lig. 2140 b: .
Man wird aus der Vergleichung der jetzt beschrie-benen ersanischen Weiber-Tracht, mit dem in Lig.2141 vorgestellten moschkanischen feyertaglichen Putze,den Unterschied leicht einsehen. Ueberhaupt ist in demletzrern mehr Zierlichkeit und Geschmack. Die Wei-ber-Mütze, Panga, ist bey diesem nicht hoch ausge-stopft, noch auch mit Klapperwerke behängt, sondernnur leicht ausgenähet, und mit einer daran geheftetenBinde hinten im Nacken fest gebunden. Auf jederSeite sind an die Mütze angeheftete, bis auf die Brustherab hängende Riemen, welche mit alten silbernen Ko-peken besetzt, und am E>,de mit kleinen Ketten oderKlapperwerke quer über die Brust zusammen hängerr.An den Brust-Spangen ist ein Schild, welcher vonKorallen und Klapperwerke noch schwerer ist, als beyden Ersanern. Um den Hals kragen viele einen netz-förmigen Kragen, oder ein manschettenartiges Gekröse,
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