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Kleids
zum Gottesdienst einfinden. In des Werk-Tagen schla-gen sie bey der Arbeit ein nettes Tuch um die Schlafe, so,daß ihre sauber geflochtene Haare dadurch nicht bedecktwerden. Die Bräute zeigen ihre Verlobung durch einekleine Krone von glänzendem Flittcrwerk, und die jungenFrauen schlagen, an statt dieses Braut-Schmuckes, wieauch an statt des vorher erwähnten Kickes, welcher in die-ser Gegend nicht gebräuchlich ist, um Haare und Kopf einlanges, schmahles, feines Hand-Tuch, welches hinten zu-gebunden ist, daß die beyden ausgenaheten und verbräm-ten Ende» über den Rücken herab hangen, welches ihneneinen ehrbaren Anstand gibt. Die Unter-Rocke sind inDieser Gegend auch gefaltet, in den Breiten zusammen ge-heftet, unfc mehr den gewöhnlichen Röcken, als Schürzen,zu vergleichen. An ihren Hemden haben sie lange undvorn enge Aermel, die, wo sie solche um die Hände um>schlagen, mancherley mit weißem Zwirn gestickte Zierra-then zeigen. In dieser Gegend trage» auch alle Frauen-leute rothe Sttümpfe, die in den übrigen Theilen »on Lit-taueu nicht so gewöhnlich sind.
In Polen, besteht die Sommer - Kleidung derBauern bloß aüs-einem Hemde und Hosen vou groberLeinwand, ohne Schuhe und Strümpfe, md einerrunden Mütze oder Hute. Die Weiber von niedrigemStande tragen auf ihrem Kopfe eine Binde von weißerLeinwand, unter der ihr Haar geflochten ist, und inzwey Zöpfen herunter hängt. Man sieht viele dersel-ben mir einem langen Stücke von weißer Leinwand,welches rund an den Seilen ihres Gesichtes herunterhangt, und ihren Leib bis unter die Knie hin bedeckt.Diese sonderbare Art von Schleyrr gibt ihnen das An-sehen, als ob sie ein Büß - Kleid trügen. Die Kleid-ung der vornehmer« Stande, sowohl bey Männernals Weibern, ist ungemein schön. Die Herren trageneine Weste mit Aermeln, und über dieselbe einen Ober-Rock von einer andern Farbe, welcher bis über dieKnie hinunter reicht, und mit einer Binde oder Gürtetum die Mitte des Leibes an die Weste fest gebunden
wird.