Kleid«
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Haupt im Sommer mit einer in Form eines NeheSgestrickten Haube, und wenn sie ausgehen, noch darübermit einem Schleyer, weißen Flore, oder feiner Leimwand, dessen Ende von hinten, bis an die Waden herabhängt, oben aber über den Nacken zusammen gezogenist, welches sie das Haupt-Tuch oder den weißen Flornennen. Ehedem haben die vornehmsten Frauen vonAdel, auf eben dergleichen Art, schwarze mit allerleygoldenen Blumen bis zur Erde herab hangende Floregetragen, und in diesem Putze, welcher nunmehr schonveraltet ist, recht prächtig, ernsthaft und zugleich mo-best, ausgesehen. Im Winter tragen noch einige,steife Mühen, welche mit Pelzwerke gefüttert und vornaufgeschlagen sind, die aber auch bereits nur bey we-nigen; gesehen werden, und ihrem völligen Ende sehrnahe sind.
In ältern Zeiten, auch wohl noch zu Anfange desgegenwärtigen Jahrhundertes, waren, besonders ingroßem und kleinern Städten, die Spangen-Gürtelvon geschlagenem Silber, mit Edelsteinen besetzt, imGebrauche; jetzt aber sieht man sie nicht mehr, ausserbey wohlhabenden Leuten, die solche, als ein denkwürd-iges Alterthum, ihren Kindern aufbehalten.
Bey den (Llcmeiicinerir/ (einem uralten, unver-mischt gebliebenen, in Syrmien und Albanien seßhaftenVolke, welches von dem Bischöfe Clemens feine Be-nennung hat, der sie im raten Jahrh. getauft, undzur römischen Religion bekehrt hat, ist die Kleidung, be-sonders des weiblichen Geschlechtes, ziemlich sonderbar.Die Männer bedecken das Haupt mit einer kleinen ro-then Mühe, die denen, welche die Welt-Priester aufihrer Tonsur tragen, völlig ähnlich ist, nur daß oben. ein kleiner Quast dieselbe ziert. Ihre Haare sind kurzgeschnitten, und um den Hals binden sie ein Stückschwarzen Kraus-Flor. Ueber dem Hemde tragen sieeinen Rock ohne Aermel, der bis an die Knie reichet,
und