Kleid.
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über eingefaßt ist. Da die Einfassungen in der Le-vante erfunden worden sind, so sind sie daselbst auch be-sonders üblich; man bordiert auch viel prächtiger alsin Frankreich, allein ihre Zeichnungen sind von keinemso guten Geschmacke. Im Sommer tragen sieStrümpfe 1> von Baumwolle, und im Winter von ro,them Tuche, mit goldenen oder silbernen Spitzen be-setzt; diese Strümpfe sind voll Falten, denn sie legen4 bis 5 Par derselben über einander an. IhreS.rümpf- Bänder, K, sind Bänder, die mit goldenenoder silbernen Spitzen beseht sind. Die Pantoffeln,L, sind von Sammet, aber so kurz, daß sie kaum dieZehen hinein bringen können; daher gehen dieseFrauenzimmer so schlecht, indem sie ihre Pantoffelnstets mit fortschleppen müssen. Einige tragen nachvenetianischer Art gemachte Schuhe, M, die sie mitgroßen mit Spitzen besetzten Bändern zusammen bin-den. Ihre Schl^yersteiglein (ßo*'/\a,V N, ist einSchleyer von Musselin oder Seiden-Zeuge, so insge-mein 7 bis 8 Sch. lang, und an i Sch. breit ist; siedrehen solchen auf dem Kopfe und um das Kinn aufeine so angenehme Art herum, daß er ihnen ein sehrmunteres Ansehen verschaffet.
In Venedig tragen alle Einwohner, die nicht zumPöbel gehören, oder nicht dazu gehören wollen, rotheMantel. Selbst die fremden Gesandten bedienen sichdieser bequemen Mode. Diese Einförmigkeit hat et-was Republikanisches, obgleich eine andere Ursache derGrund davon ist. In einem solchen Mantel einge-hüllt, wobey das Gesicht auch halb verdeckt wird, istman in einer Incognito -Kleidung, wodurch man vonHöflichkeit - Bezeigungen dispensirt ist, welche sonstdie aristokratischen Tyrannen verlangen würden. Die-se allein kragen keine Mäntel, sondern beständig ihreschwarze Kleidung, die den Schlaf- Röcken ähnlich ist,
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