Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kleid.

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damit niemand, durch Unwissenheit verleitet, sich gvgen sie vergehen möge. Wenn man erwegct, daß derMarcus- Platz der einzige Spahier-Ort dieser großenStadt ist, wo sich alles hindrängt, und wo besondersdie arme,, Nobili den ganzen Tag über liegen, so wirdman die Newweiwigken eines Mittels, welches allenHöflichkeite-Ceremonien vorbeuget, einsehen. BeyFeyerlichkeiten gehen die Edlen roth gekleidet, in ebensolchen aufgebundenen Schlaf-Röcken, wie die ge-wöhnlichen schwarzen, und mit ihren großen Alonge-Perrücken geziert. Wenn sie nun in diesem Aufzugeranzen, so kann man in der That nichts Possierlicheressehen.

Die gewöhnliche Kleidung der italiänischen Da-men, besteht in enge am Leibe liegenden und schleppen-den Kleidern, über welche sie einen großen schwarzenseidenen Schleyer werft», den sie auf dem Rücken zu-sammen schlagen, so, daß Gesicht, Brust, Arme undTaille frey bleiben, und er also durch dieses geschmack-volle Anlegen zu einer wahrhaftig reihenden Trachtwird. Alle diese Reihe aber sind hier halb verloren,da die Jtaliäner mit dem Frauenzimmer nicht frey um-gehen dürfen. Die Männer müssen sich bloß an Män-ner halten, daher das zurückhaltende Wesen und dieErnsthaftigkeit; Eigenschafen, die der ganzen Nationgemein sind, und aus eben diesen Ursachen auch beyden Spaniern und Portugiesen Statt finden, undzwar noch mehr, da der Umgang mit dem schönen Ge-schlechte bey diesen Völkern noch größerm Zwange un-terworfen ist.

Die Frauenspersonen in der Schweitz, tragenkurze Kittel mit sehr vielen Knöpfen. Die Mädchentheilen ihre Haare in zwey Zöpfe, an welche sie Bän-der binden, und der Länge nach herunter hängen lassen;so bald sie aber verheurathel sind, dürfen sie dieseZöpfe nicht länger herab hängen lassen, sondern win-

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