Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
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Klemp-ner.

Büchse Fig.2187, aufdieNaht des Bleches oder Mes-sings, wovon das Zinn leichter fließt, und wodurch ein gernauerZusammenhang der gelötherenTheile bewirket wird.Wenn die Fuge solcher Gestalt mit dem Harz-Pulverbestreuet worden ist, nimmt man, mit der Spitze desLöth-Kolbens, welcher im Loth-Ofen Hertz gemachtist, von der länglich runden Platte des Lothes einenTropfen Loth ab, und streicht die verzinnte Kolben-Spitze über die Fuge, so fließt das Zinn hinein, greiftan, erkaltet, lind hält beyde Theile zusaninren.

Wenn Messing verzinnet werden soll, wird dasselbeauf derjenigen Seile, wo dieses geschehen soll, welchesman seine linke Seite nennt, von aller Unreinigkeit ge-säubert. Alsdann wird die glatte oder polierte Seitemit nasser Kreide bestrichen, damit nicht etwa überlau-fendes Zinn an derselben haften m:>ge; auch wird sienach der Verzinnung, oder wenn sie von den Kohlenangelaufen ist, mit Baumöhle wieder abgeputzet.Das Messing muß recht warm, doch nicht glühend,oder zu heiß, seyn, wenn es uidjr schwarz werden soll.Das geschmolzene Zinn lässet man tropfenweise auf einkaltes Eisen fallen, damit dieses Zinn, wenn man esauf das warme Messing legt, desto leichter schmelze.So bald das Zinn auf dem Messinge fließt, streuetman ein wenig gestoßenen Salmiak, aus einer löcher-igen Büchse pudernd auf das Messing, wovon im Mes-singe rothe Flecken entstehen. Wenn man alsdann mitWerg das Zinn auf die rothen Flecken reibt, legt essich sogleich an das Messing an. Der Ueberfluß wirdmit Werg abgerieben, und solcher Gestalt das fließen-de Zinn überall auf das Messing ausgebreitet. Zudieser Arbeit wird gemeiniglich nur Probe - Zinn ge-nommen; Geschirre von Wichtigkeit erfordern engli-sches Zinn.

Wenn der Klempener Geschirre, die zum Feuergesetzt werden sollen, verfertigt, so muß er sich des

Schlag-