Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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451
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Klima. 451

Das kalte, rauhe Klima der Nord-'Länder ist amsparsamsten von der Mutter Natur beschenkt worden.Weniger Pflanzen und weniger Thiere, die davon le-ben können, findet man daselbst. Die Wälder findnur ein Aufenthalt der Wolfe und Bären; kaum daßman noch Hasen und Rennthiere antrifft, welche aberalle entweder ganz find, oder doch wenigstens im Win-ter graue Haare bekommen. Unter den Vögeln sindNoch die Wasser-Vögel am häufigsten; die Mewen,Gänse, Aenten, Pelicane, u. a. m. Aber auch diesefind nur im Somnier da, und begeben sich im Herbstenach den südlichen Gegenden. Die Felder sind atichan Pflanzen ziemlich leer, und die Wälder haben fastnichts als Nadel - Holz. Wenig Getreide findet mandaselbst. Die öden Heiden find mit Nemtthier-Flcchtöund andern Mos-Arten bedeckt; hin und wieder ra-get das Löffelkraut aus dein Schnee hervor^ Dennochhat die Dürftigkeit die Menschen nicht abgeschreckt-sich hier anzubauen, so armselig sie auch' lcbeitMüssen.

Ausser den drey jetzt beschriebenen Klimmen, gibtes nun freylich mehrere Mittel - Gattungen- so, daßfast kein Reich des Erdbodens Mit dem andern ein inallen Stücken gleiches Klima hat. Ueberdies lehrt dieErfahrung- daß ein Klrma in der Folge der Zeit sichsehr andern können DeMschland selbst ist das"bc-kann-teste Beyspiel. Wie rauh, nebelig und unfruchtbarMuß dasselbe zu Tacitus Zeiten gewesen seyn ; und wiesehr viel wärmer ist es feit der Zeit geworden! DieAustrvcknung der Sümpfe, die niedergehauenen Wäl-der, und die allenthalben weit ausgebreitete Cultur-haben die Nebel zerstreuet, und den erwärmendenSonnen - Strahlen Raum gegeben zu Wirkern Ebendie Veränderung wird wahrscheinlicher Weise auch daKNoch kalte rauhe Klima von Nord-Amerika ieideiu

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