Klima.
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grausamen Arten, sich 5, B. mit Dolch und Gift zurächen, welche in heißen Klimaten so gewöhnlich sind,und die insgemein daselbst obwaltende unmenschlicheBehandlung der Gefangenen (*), augenscheinlich, wiesehr diese Völker zur Rachsucht geneigt sind.
Des Montesquieu Bemerkungen über diesen Gegen-stand scheinen zwar eine entgegen gesetzte Meinung zu be-zeichnen ( e ); sie erstrecken sich aber bloß auf die Bewohner-es festen Landes von Ost--Indien, welche in der That vonmilder Gemüthsart sind, wovon sich aber vielleicht eine anrdere Ursache angeben lasset.
Der Empsindlichkeit kann man auch jenen in Hei-ßen Gegenden so auffallend deutlichen Leichtsinn oderUnbeständigkeit zuschreiben. Die Seele ist daselbstallen Gefühlen offen, keines aber macht einen dauern:den Eindruck, sondern alle verdrängen sich wechselwei-se, so wie sie schnell nach einander entstehen. DieserLeichtsinn ist vermuthlich auch die Ursache, warum dasVolk an einigen Orten bey einer despotischen Regier-ungs-Form und unter den größten Bedrückungen glück-lich und zufrieden zu seyll scheint. Der gegenwärtigeAugenblick rührt sie wenig; und die zuletzt vorherge-gangene Begebenheit ist, so unbedeutend sich auch au sichselbst seyn mag, hinreichend, ihre ganze Aufmerksam-keit auf sich, und von dem Nachdenken über ihre eigeneLage und Verfassung abzulenken. Auch der Hang zurNeugierde, und das Bestreben von allen Kleinigkeitengenaue Nachricht einzuziehen, ist in heißen Erdstrichen
etwas
(5) Beyspiele hiervon find, die grausame Behandluna der vomAdoni;edek gefangenen Könige, im B. der Richter 1, S.Siede auch die Anmerk. .ju Cap. 7, in Lowrh's Jesaias,Warner, lliad. VI. v. 5*0, und die Trzählung, welche T r«<belliuspollio und Aurelius Victor von der Grau,samkeit des perfischen Könige« Sapore» gegen vale-ria» machen.
(6) Esprit des loix, L. 14, c. i;>