Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
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Klima.

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Welk-Karte nahmen die Provinzen von China den mei-sten Platz ein, und nur an den äussersten Theilen dersel-ben waren einige kleine unansehnliche Winkel gezeich-net, welche nach dem Wahne jener stolzen Nation, derarmselige Rest des Menschen-Geschlechtes bewohnte.>, Wie könnt ihr einige Gelehrsamkeit und Wissenschaftbesitzen", sagte ein gelehrter Chineser zu einem euro-päischen Missionär: . wenn ihr unsere Bücher und un-sere Schrift nicht lesen könnt ? Eben so zeichnen sichin Europa die Spanier sehr durch übermäßigenStolz aus.

Mit Fleiß habe ich diese Beyspiele von National-Stolzbey gebildeten und aissgeklärten Völkern entlehnt, dainitman nicht die Unwissenheit für den Grund desselben haltenmöge. weil diese unabhängig von dem Einflüsse des Klima,dieselbe Wirkung hervor bringt; wie dieses z. B. von denRussen bekannt ist, welche in ihrer ehemahligen Barbareyalle andere Völker ntfser sich für unvernünftig hielten, undihnen den verächtlichen Nahmen tceniei oder Stumm«beylegten; jetzt aber so sehr von diesem stolzen Wahne zu-rück gekommen sind, daß Fremde vielleicht nirgends besser,als in Rußland, aufgenomnien und geschätzt werden.

So wie die Hitze des Klima, wie z. B. in Frank-reich, mäßiger wird, so artet auch der Stolz in Eitel-keit a>ls, welches ich einer Verminderung des Em-pfindungs - Vermögens zuschreibe. Wo dieses sehrstark ist, da hat jedermann einen so hohen Begriff vonfeinem eigene» Werthe, daß er des Beyfalles anderernicht zu bedürfen glaubt, da hingegen bey minder leb-haftem Gefühl.jenes Selbstvertrauen nicht hinlänglich,und daher die Achtung anderer ein nothwendiges Stückder Glückseligkeit, und ein Gegenstand heißer Wün-sche ist. Strabo schildert die Eitelkeit der Gallierund dey Einfluß derselben auf ihre Sitten, mit solchenZügen, welche noch jetzt in dem Character der heutigenFranzosen unverkennbar find. Sie besitzen," sagtdieser Schriftsteller: „nebst ihrer Unwissenheit und

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