Klima.
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„ Hang zu allerley Ausschweifungen, einen h-Hen Grad„von Stolz, Thorheit, und Neigung zur auffallenden„Kleider - Pracht. Sie tragen goldene Ketten am„Halft, und Armbänder; diejenigen aber, welche an-„ sehnliche Aemter bekleiden, bunte mit Gold gestickte„ Kleider. Ihr natürlicher Leichtsinn und ihre Eitel«„keil macht sie, wenn sie im Kriege glücklich sind, un-„erträglich stolz und übermüthig; wenn sie aber den„Kürzern ziehen, so sind sie unthätig, und wissen sich„nicht zu helfen.' Aus derselben Ursache wird oftein Franzose mit Sehnsucht etwas wünschen, wodurchein Spanier erniedrigt zu seyn glauben würde.
Dieser hohe Grad von Empfindlichkeit wird-Ver-anlassung zu Ausschweifungen in allen mir der Liedeverwandten Leidenschaften. Daher werden, be-kannter Maßen, die Künste der Liebe und Wollust inheißen Erdstrichen sehr weit getrieben.' Selbst derEhestand vermag wenig, ihnen Einhalt zu thun, undwird so gar an Orten, wo die Frauenspersonen ihrevöllige Freyheit haben, oft als Berechtigung angesehen,sich über allen Zwang hinaus zu setzen, und ein unge-bundenes Leben zu führen ( JI ).
Aus derselben Quelle entspringt Eifersucht, wel-che in heißen Gegenden, besonders da, wo der Stolzvorwaltet, zur heftigsten Leidenschaft wird. EhelicheUntreue befleckt den Ruhm großer Ahnen, und denAdel des Geschlechtes, daher man gegen dieselbe be-ständig auf der Hut ist. In Frankreich aber, wo Ei-telkeit herrschende Leidenschaft, und die Liebe bey wei-tem nicht so stark ist, findet die Eifersiicht wenig Statt.Ein Ehemann würde in diesem Lande, wenn er sich ein-fallen
sri) Aus der Geschickte des perrarka mib der Troubadourssteht mau, datz es in den damahligen Arite» in Acankreich undItalien, eben so wie jetzt, etwas sehr gewöhnliches war, »er«hemarheten Scauenöperfone« Liedes «Antrage ju thu».