Klima.
wenig Reiß hundert Schritt weit nach Hause zutragen,weil sie sich entehrt glauben würden, wenn sie derglei-chen selbst thun wollten. An andern Orten lassensich die Einwohner die Nägel lang wachsen, damit nie-mand denken möge, sie arbeitetet» etwas. Aehi.licheGesinnungen trifft man im ganzen Orient an. Müß-iggang ist aber nicht nur an sich selbst Laster, sondernnoch mehr dadurch schädlich, baß er Gelegenheit undAnreihung zu Begehun-a anderer Laster gibt. KeinWunder also, wenn der sittliche Character eines Vol-kes, dessen größter Theil keine bestimmte Beschäftig-ung, keine Neigung zum Denke», und kein Gefühl fürgeistige Vergnügungen hat, so sehr verderbt ist. Ebenst> gewiß ist der diesem entgegen stehende Sah: Solleilt Volk rechtschaffen werden, so verschaffe mattihm Arbeit! Grobe Lastet sind auf dem Lande selten,wenn es nicht viel Feyertage, und also nicht viel Müß-iggang und Gelegenheit zu Ausschweifungen gibt.Die Anwendung hiervon auf das Sitten-Verderben inheißen Ländern ist leicht zu machen.
Luxus und Weichlichkeit sind Töchter einer über-spannten Empfindlichkeit und Trägheit, und aus dieserUrsache vornehmlich in heißen Ländern einheimisch.Eine Erfahrung, die man schon in den ältesten Zeitengemacht (-?), • und immer noch in den uirsrigen bestätigtgefunden hat.
Es gibt einige, obwohl wenige Züge in dem sittli-chen Character der südlichen Völker, dürch welche siesich vor den Bewohnern kalter Erdstriche zu ihrem Vor-theil auszeichnen. So ist z. B> die Neigung zumTrunk, und folglich die dadurch so oft veranlasste Ge-waltthätigkeit und Schaden-Freude unter ihnen weit
fest
(-9) Man wglficfc? hiermit des Propheten Ezechie! BrschttidiNlAvon Tyws. Xtmyh. Cyropaed, t. 7,