Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Klima

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an sich schrecklichen Gegenstandes. Ausser diesem'durchgängig gewöhnlichen zurückhaltenden Betragen,wird man auch in heißen Ländern nicht nur in Auseh« .ung des Fürsten, sondern auch in dem Umgänge zwi-schen Privatpersonen eine zwangvolle Förmlichkeit undSteifheit finden. In Persien waren sowohl, wennman den Monarchen anredete, als auch sonst gegenLeute von allen Standen, gewisse abgemessene Unter-wnrfigkeits - und Höflichkeits - Bezeigungen vorgeschrie-ben. Noch jetzt findet man dieses in Perffen, in In-dien, und insonderheit in China. In diesem letztemReiche ist der Zwang im Umgänge außerordentlich (»»>und steht mit den Gesehen und der ganzen Skats-Ver-fassung des Landes in genauer Verbindung. DreHäupter der Familien schärfe» das Ceremonie! täglichden Ihrigen ein, und das Volk wird monathlich zweyMahl von den Mandarinen darin unterrichtet. Manglaubt dort, daß Zwang und Förmlichkeit im ausserli-chen Betragen deswegen unter den Menschen eingeführtworden seyn, um Verführungen vorzubeugen, und derVerbreltung des Lasters zu steuern (♦*).

So weit auch diese Art des Umganges der Feinheiteuropäischer Sitten nachstehen, und so sehr sie auchvon den Vortheilen, welche Freymüthigkeit und unge-zwungene Sprache des Herzens gewähren, entfernt seynmag: so ist sie doch der ganzen Verfassung und demCharacter der Chineser sehr gemäß. Ihre furchtsameund argwöhnische Gemüthsart, macht sie zu gegenseit-igem

(44) Die (Tfntits« pflegen Personen von Hökerin Range ihre Ehr««rbieikunq nicht mündlich, sondern schriftlich, ;u bezeigen.Je größer die Ehrfurcht ik, die sie ihnen schuldig sind, destokleinere Buchstaben machen sie; und das größte Compliment,welches man einest machen kann, ist, wenn man so kleinschreibt, daß die Schrift ganz unleserlich wird.

(45) Man vergleiche hiermit die Aufnahme und Beurlaubung b«,dem Wißier von Damvo, in Irwin's Reise» nach dem w*«he» Meere.