Klima.
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igem Zutrauen ganz unfähig, welches auch ohnedieß beyihrer Geneigtheit zur Rachsucht sehr oft triegeu müßte,zumahl unter einer Regierung, wo heimliche Anschlägeund Verbindungen, und alles, was die innere Ruhenur in mindesten zu beeinträchtigen scheint, aufs streng-sie geahndet wird. Um den Mangel eines freyen unduneingeschränkten Umganges zu ersehen, haben dieGe-sehe in diesen östlichen Ländern, eine Art sich zu betra-gen eingeführt, die zugleich sowohl den oben gedachtenEndzwecken, als auch der Trägheit und Unwissenheitdes Volkes, angemessen ist. Verschiedene Stücke indem neuen, vielleicht zur Zeit der Kreuhzüge aus denMorgenländern nach Europa gebrachten, System desst> genannten artigen Urnganges, scheinen eine Abkunftaus heißen Klimaten dadurch schon zu verrathen, daßman Personen, denen man höflich begegnen will, im-mer jede Ansträngung, oder, wie man sich insgemeinausdrückt, Bemühung und Unruhe zu ersparen sucht.Oft wird aber diese Höflichkeit, wenn man sie zu weittreibt, abgeschmackt und lächerlich, weil sie bey denjen-igen, denen sie wiederfährt, eine gewisse Schwäche undOhnmacht, und die Möglichkeit sich in einem gemäß-igten oder kalten Klima durch eine geringe Bewegungdes Körpers zu ermüden, voraus zu setzen scheint.Eben so tragen einige in den Morgenländern übliche Ti-tel sehr deutliche Spuren jener dem Bewohner heißerLänder angebornen Neigung zur Ruhe und Unthätigkeitan sich. klsnlueruäo, TVumjuillrras, Lerernras (4 S ),sind Titel, welche ehedem den morgenländischen Kai-sern,
(46) Man vergleiche hiermit die IueignungSschrift des Eutro,pius an den Kaiser valens, vor der römischen Geschichtedes Eesteen. Seiden’s Tities of honour, c. 6. Unrer den orien-talischen Kaisern stieg das Hos- Ceremonie!, und insonderheitdie Titulatur der Kaiser am byzantinischen Hofe nach undnach sehr hoch. Dieser noch jetzt im üriem herrschende Ge,schmack an glänzenden Titeln reizt sich «m deutlichsten in dimim Corpus Juris enthaltenen Gesetzen der christlichen Kais.-