Klima
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ganz und gar nicht ungebildeten Nationen völlig unbe-kannt. Die Hunnen und Alanen wußten von dem Ge-treidebaue nichts (* 8 ); und selbst die alten Deutschenwaren in diesem Stücke so unwissend, daß sie nicht ein-mahl ein Wort m ihrer Sprache hatten, um die zu Ein-ärndung der Feldsrüchte bestimmte Iahrszeit zu bezeich-nen (*9). Noch weit später lernten sie die Buchstaben-Schrift kennen. Bey aller Langsamkeit in Erfindenfehlt es jedoch den nordischen Nationen keinesweges anFähigkeit, wissenschaftliche Begriffe zu fassen und aus-zubilden. Viele Theile der menschlichen Kenntnissesind durch ihre Bemühungen ;n einer größem Voll-kommenheit gelangt, als bey denjenigen Nationen, de-nen man die erste Erfindung derselben zu verdan-ken hat.
In den nördlichsten Theilen von Europa gibt eswenig Manufacturen und Fabriken; und obgleich dieArbeiten, welche einige derselben liefern, in ihrer Arteine ausserordentliche innere Güte haben, und den Um-standen und Bedürfnissen, zu welchen sie bestimmt sind,völlige Genüge leisten, fo fehlt es ihnen doch an Man-nichfaltigkeit, Anmuth und Bequemlichkeit. Es istmerkwürdig, daß äusserst heiße und kalte Himmelsstri-che in einigen Stücken einerley Wirkungen hervorbrin-gen. Dies bemerkt man auch in Ansehung der Kunst-Fertigkeiten. Strabo gedenkt der Geschicklichkeit derIndianer im Nachahmen; und diese besitzen auch dieChineser in einem solchen Grade, daß sie so gar die auf-fallendsten Fehler und Mängel ohne Unterschied in ih-ren Kunst-Werken nachahmen ( 6o ). Eben die Be-merkung hat man auch von den Russen gemacht.
.. Die
Amnüan. Marcetl. L. 31, C. 2.
(59) Ca'Jnr dc beüo galt. L.. 6 . Tacitus de morib Germanor. c. 26.
(60; (tbc;i bafiitbe i'aiit tlllo.t, in der Beschreibung seine. Reisenach Süd-Amerika, D. 5, L. 5, »en den Einwohnern die,ses Landes.