Klima.
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gleich zu verhalten. Zweytens, sind die Gesetze alle-zeit als Anssprüche der regierenden Mafl^t, sie sey inwelchen Händen sie wolle, zu betrachten; dahingegendie Gebrauche allezeit von der ganzen Nation abhän-gen, und gleichsani eine Art stillschweigender Vertragefind, diese oder jene Handlung zu verrichten, oder eingewisses äusserliches Betragen anzunehmen. Aus die-ser Ursache hat vermuthlich auch das Klima einen sicht-barern Einfluß auf Gebrauche, als auf Gesetze.
Einfluß heißer Himmelsstriche auf die Gebräu-che. Wären wir mit den Gebräuchen und Sittenheißer Länder besser bekannt, so würden wir auch demEinflüsse des Klima auf dieselben leichter und sicherernachspüren können. Doch ist es in eüiigen Fällen mög-lich, den Zusammenhang zwischen den dortigen Gebrau-chen und dem Klima zu ergründen. Die Kleidung istin Heißen Ländern allezeit wallend, und liegt nie dichtam Leibe an ('♦). Die öffentlichen Gebäude sind hochund geräumig, und die Privat - Häuser mit Absicht da-pi eingerichtet, die allzu große Hitze abzuhalten. Vondiesem allen findet man den Grund in gewissen natürli-chen Bedürfnissen des Klima ('*). Andere Gebräu-che hingegen^ z. B. die Einschränkung, Niedrigkeit,urid der fast sclavische Zustand, in welchem die Weiberdaselbst leben, lassen sich aus der iu dem Character dersüdlichen Völker liegenden Eifersucht, Stolz und Em-pfindlichkeit, und aus der despotischen Regierung, hin-reichend erklären.
Endlich gibt es noch gewisse Gebräuche, die zwarauch von der Beschaffenheit des Klima abzuhängen
schei-tle) Da« Gegentheil sagt Taciru«, e. >8, »on den altenDeutschen.
Oj) Die wein und schwimmende Kleidung der morgenländischenVölker schickt sich für ihr Klima vonrefflich, so wie die rahl-reichen Falte» ihres Musselinen Turbans sie gegen die brennen-den und senkrechten Sonnen-Strahlen schützen.