Klima.
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„ ordnung, und veranlaßt sie oft, gewisse Handlungen„bis an ihren Tod unaufhörlich fortzusetzenHier--aus kann man sich auch einige anscheinende Wiedersprü-che in dem Character dieser Völker, deren ich oben ge-dacht habe, erklären.
Eine andere Ursache der Unveränderlichkeit derGe-brauche in heißen Landern, ist die genaue Beziehung,in welcher sie daselbst mit der Religion und den Gese.'Heu stehen. In Indien machen Religion, Gesetzeund Gebräuche, nur ein einziges Ganzes aus. JederGebrauch ist Religions- Vorschrift und Rechts i Grund-Sah. Eben so verhält es sich auch in China. Diechinesische Sprache schreiben zu lernen, kostet vielMühe; und da die Chineser ihre ganze Lebenszeit dar-auf verwenden, die Bücher, welche von ihren Gebrau-chen handeln, lesen und verstehen zu können, so tragtdieses vermuthlich nicht wenig dazu bey, den Gemü-thern des Volkes diese Gebräuche tief einzuprägen, unddieselben auf diese Art zu verewigen.
Die Gebräuche heißer Länder sind ferner, wenig-stens bey gesitteten Nationen, allgemein ausgebreitet.Im ganzen Orient ist fast einerley Lebensart eingeführt,und in dem großen chinesischen Reiche herrschen, selbstin den kleinsten Umständen, durchgängig einerley Ge-wohnheiten. Diese Allgemeinheit der Gebräuche lässetsich aus denselben Ursachen erklären, die ich so eben vonder Unveränderlichkeit derselben angezeigt habe.
Einstuft eines kalten Alima auf die Gebräuche.Die Kälte hat eben sowohl, als die Hitze, Einfluß aufNational-Gebräuche; nur sind ihre Wirkungen in die-sem Falle nicht so mächtig und allgemein. Man kannmit vieler Wahrscheinlichkeit behaupten, daß die in kal-ten Ländern gewöhnliche Kleider-Tracht eben sowohl,als diejenige, deren die Bewohner heißer Gegendensich bedienen, eine sichtbare Beziehung auf die Bedürf-nisse des Klima habe. Es ist gewiß, daß ihre ursprüng-