Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Klinge.

i. Der Höhe, in welchem Verstände es noch hinund wieder einen Hügel bedeutet, besonders in den ei-genthümlichen Nahmen mancher Oerter, Ralcenklin-gen, BUmgmau, u.s. f.

Schon bey dem Ulp hilas ist Hlaina, im Schweb.KH.-t. Mftt. und im Jßland. lilecrur, ein Berg, Hügel;Wohl nicht v 'N ileitern, klimmen, Schweb.klaenga, weilman n!che Oerter hinan klettern muß, sondern ohne Zwei-fel, so jern alle diese Wörter den Begriff der Verbindunghaben, eine Maffemehrerer miteinander verbundener Thei-le zu bezeichnen. Siehe Rlunker.

2,7 Der langen Vertiefung. Ein enges zwischenBergen gelegenes Theil, besonders im Oberdeutschen.Das Schloß liegt auf einem »Zorn des BergesBlauen, da kommt man durch diese Almgci»,Wurstlsen bey dem Frisch. Um Mittag kamen wirauf Höhen, und hatten unter uns eine fast riefe undenge Rlinge, Felix Faber, eb. Las. Geo.rg, Alin-gen und wüste Wälder, HanS Sachs. Ein Bach heißtbey dem Ottfried im männlichen Geschlechte ein Klin-ge, bey dem Notker aber im weiblichen i .' .lmga. Dievon starken Regengüssen ausgerissenen Vertiefungen,besonders an abhängigen Orten, heißen im Oberdeut-schen Klingen, an andern Orten Schluchtcrn. Diekleinen flachen Lanäle fließenden Wassers, worin dieBrunnen-Kresse erzeuget wird, siitd in Thüringen un-ter dem Rahmender Rlingcn, im g. L. der Blinkern,bekannt, und in Franken heißen die Gräben, welchedas Wasser aus den Weinbergen ableiten, Alüigcn.

Im Nieders. ist Dünke, eine Falte in der leinenen Wa-sche, ingl. ein winkeliger Schnitt oderRiß, Rlüikcnmauen,in Falten gelegte Acrmel, klingen, klinken, einklinken,in Falten legen. Es scheint in dieser Bedeutung mit demWorte Rlinse, D.lunse, eine Spalte, ein Riß, von kliebenoder klaffen abzustammen; wo es nicht vielmehr unmittel-bar zu dem vorigen Worte gehört, indem die meisten Wör-ter, welche eine Höhe bezeichnen, auch eineTiefe bedeuten;