574 Klinge.
Gesenke dieser Art. Bey dem Gebrauche befestigt erdie Unterlage, F. 2201, in einem Falze auf der Bahneines Ambosses, 3. Fig. 2202, legt auf die abgerunde-te Unterlage die Stelle der rothwarm gemachten Klin-ge, die er vertiefen will, und seht gerade über der Un-terlage, auf die oberste Seite der Klinge den Senk-Hammer. Durch einige Hammer-Schläge auf denSenk-Hammer wird zugleich eine Hohlkehle aufjederflachen Seite der Klinge ausgebildet. Diese Arbeitverrichten zwey Personen. Die eine hält den Senk-Hamnier, und zieht zugleich die Klinge zwischen denGesenken nach der Länge; und die zweyte Personschlägt mit einem starken Hammer auf den Senk-Hammer.
Der Rücken und die Seiten - Flachen der Säbel-klingen, werden bloß unter dem Hammer ausgear-beitet, und eben dies gilt auch von der Krümmung.Die Hohlkehlen hingegen müssen gleichfalls in den Ge-senken auf gedachte Art vertiefet werden. Jede Sä-bel-Klinge erhält auf der flachen Seite zwey Hohl-Kehlen, eine schmahle kurz unter dem Rücken, und eineziemlich breite gegen die Mitte der Klinge, nach derBreite gerechnet. Diese Hohlkehlen sind so lang, alsdie Klinge selbst; und es versteht sich von selbst, daßman zu der schmahlen Hohlkehle ein dünnes, zu derbreiten aber ein starkes Gesenke wählen muß.
Der Hirschfänger- Rlinge gibt der Klingen-Schmid gewöhnlich eine vierkantige und starke Parier-ung. Unter dieser erhält die Klinge mit einem Seß-Hammer (s. Th. XXI, S. Z44) einen Ansaß, undnimmt bis an die Spitze stets an Stärke ab. Die Pa-rierung bekommt keine Hohlkehle, aber wohl der vor-dere Theil der Klinge in der Mitte der Flächen. Wenndie Klingen auf solche Art ausgeschmiedet und gebildetsind, werden sie durch den Harter und Schleifer zur
Voll-'