Klittag. 627
au, welches eine Art See-Schilf zu seyn scheint, wo«mit nicht allein in Holland und dasiger Insel Seeland,sondern auch seit 170z in den ostfriesländischen Inseln,die Dämme und Dünen besäet und bepflanzet^. und da-durch gegen die Wellen befestiget, der fliegende Sandaber aufgefangen, und gleichsam zur Consistes ge-bracht wird. Es wird auch daselbst S. 3*i, dieserkurze Unterricht ertheilt: „daß dieser Helm r.um Al-lerheiligen, d. i. zu Anfange des Novembers, pflan-zen wäre; daß 2. der Helm, wenn er alt würde undverginge, abgebrannt, und an dessen Statt neuer gerpflanzet werden müßte; indem S. 314 versichert wird,daß alter verdorreter Helm die Dünen roh mache, undzur Zerstäubung Anlaß gebe; daß 3. bey Leib - undLebens-Strafe zu verbiethen sey, Pferde oder Horn-Vieh an den Dünen weiden zu lassen, denen auch S.314 noch die Schafe beygefüget werden.
Unterdessen lief auch aus Dänemark die erbeteneNachricht ein, in welcher die Pflanze quaest. RlittaFgenannt, zugleich auch eine, zu einer auch in Sachsenzu machenden Probe erforderliche Quantität Samedesselben, noch im Halme, ryit überschickt wurde.Der Augenschein lehrte, daß diese Pflgnze kein Schilf-Gewächs, sondern eine Art von Aehre»- GeuMe'ssey,deren Halm, welcher auf einem hohlen Stroh^Stän-gel wächst, fast einer Rocken-Aehre gleicht^ dze Kör-ner aber dem Hafer sehr ähnlich sind. Zugleich wur-de mit berichtet: daß dieses Gewächs inNord-Jüt-land eigentlich zu Hause sey, wo es die göttliche Vor-sehung, zu Hemmung der großen Sand-Berge an derWasser - Kante von Werd- Syssel, durch die Naturvon selbst hervor bringe, nachdem davon, etwa vor ei-nem Jahrhunderte, ein großes Stück Erdreich, durchRr 2 r . die
Th. xxi, ®. S77. Im Dän. wird cl Hirlme genannt; im
Holl. aber Duinhelm, Diineiihelm; s. Lh.lX, E. <gi.