Buch 
14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
Entstehung
Seite
317
JPEG-Download
 

,

3i?

Archipel der heiligen Geist - Länder.

Ihre Religion, sagt Förster, ist uns gänzlich unbe-kannt geblieben; so auch ihr häusliches ober Privatleben.Ob sie mit Krankheiten behaftet sind, konnten wir eben-falls nicht ausfindig machen. Uns selbst ist kein einzigerKranker vorgekommen ; doch sollen, nach Herrn vonBou-gainville's Bericht, die Einwohner einer bcnachbartenJnseldem Aussah so sehr unterworfen seyn, daß er ihr Landdcßfalls Isle des Lepreux, oder dieJnfel der Aussätzi-gen genannt hat."

Insel T a » n a.

Der Name dieser Insel bedeutet in der Mallei! scheu-Sprache so viel als Erde. Sie liegt iy° oo' 30" S.Br und 169° 00' 38" östl.L. v Greenwich, d. i. .

40'2,-j" ösil.L. v. Paus, hat ungefähr »4 Seemeilen iarUmfange, und zeigt eine Kette hoher Berge, vor welchereine Reihe niedriger Hügel liegt, davon der äußerste, amSüdostende der Insel, ein Vulkan ist.

Die ganze Insel, denDulkan allein ausgenommen, istüberall mit Bäumen bewachsen, vornehmlich mit Cocos»palmcn. Das Laub war selbst im Winter hell und frischvon Anseht».

Soviel die Europäer Gelegenheit hatten, die Bergezu untersuchen, bestanden solche mehrentheils aus einemthonartigen Gestein, mit Stücken Kreide vermischt. In derThonerde fand man eine Art schwarze« Sandstein, inglei-cheu eine, dem Stinksteiii ähnliche Substanz. Die Stückevon Kreide find oft ganz rein, oft mit Eisenkheilchen ver-mengt. Der Thon war fast durchgehends von brauneroder gelblicher Farbe, und lag in scchszolligen, beinah wag«»echten Schichten. An einigen Orten wechselte» dicseSchichte» mit andern von einem weichen schwarzen Steiu