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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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351
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Die Norfolk - Insel.

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Dieganze Insel ist mit einem sehr dickten Walde be-deckt, und dieser dergestalt mit Unterholz besetzt, daß mandies erst wegräumen muß, ehe man hindurch kommen kann.

Ein reicher Vorrath trefflicher Wafferströmc, dereneinige breit genug find, um viele Mühlen zu treiben,machen dies Eiland vorzüglich zum Aufenthalt für Men-schen geschickt. Wahrscheinlich entspringen die meistendieser Bäche aus Quellen in der Nachbarschaft des MouulPikt. Auf einem Hügel, in der Mitte der Insel, zwi-schen der Cascade- und Sydney-Bai, ist einTeich frischen Wassers, von dem Umfange eines halbenMorgen Landes. Kein Bach fließt in seiner Nachbar-schaft, auch bemerkt man keine Quelle, und doch bleibtzur Zei-t der größten Dürre der Teich immer voll, undhat .wohlschmeckendes Wasser. In allen Bachen findetman schöne Aale in großer Menge.

Don dem Abhänge der Klippen; welche die Küsteumgeben, bis zu dem Gipfel des Mount Pitt findet manlauter treffliches Erdreich, das aus fettem braunem Lo-den in leichte röthliche Erde übergeht. Turnbull ver-gleichet daher die Insel mit einem Garten. In verschie-denen Gegenden der Insel trifft man einige große Steinean. Der Kalk, der hier in Menge vorhanden ist, warder Colonie von Port» Jackson, besonders im Anfange,ehe in der Nähe Kalk entdeckt wurde, zum Bauen sehrnützlich. Die Schiffe brachten ihn als Ballast von Nor-folk. Insel nach Port-Jackson.

Ein deutlicher Beweis, wie gesund und heilsamdie Luft seyn müsse, ist die Erfahrung, welche man inden ersten zwei Jahren seit Gründung der Colonie ge-macht. In dieser ganzen Periode wußten die Europäer,außer dem Schnupfen, kaum etwas von Krankheiten.

Der fruchtbare Boden bringt mehrere Baume her-vor, unter dkiicii King, der erste Gouverneur dieserColonie, fünf Arten angiebt, die j't Zimmerholz ge-

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